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Die Hedwig Bollhagen Werkstätten feiern den 85. Geburtstag

Als ich endlich aus dem Bus  aussteige und den Wegweiser mit dem Hedwig Bollhagen Schriftzug sehe, wächst die Spannung. Schließlich habe ich mehr als eine Stunde von Berlin aus gebraucht, zuerst mit der S-Bahn nach Hennigsdorf, dann mit dem Bus nach Marwitz und schließlich ein 10minütiger Fußweg. Dann laufe ich an den Feldern vorbei und ist meine Müdigkeit verflogen. Was für eine schöne Landschaft. Aber natürlich bin ich nicht deshalb hier. Nach fast 20 Jahren will ich mir die Hedwig Bollhagen Werkstätten ansehen und vielleicht das eine oder andere einkaufen. Bisher habe ich das in Potsdam machen können, aber leider musste das Geschäft aufgeben. Nun stehe ich am Tor zum Allerheiligsten. Ich muss zugeben, dass ich ein großer Bollhagen – Fan bin. Obwohl die Keramik inzwischen recht teuer ist, findet das eine oder andere Stück seinen Weg zu mir.Der Werkverkauf ist täglich geöffnet. Man wird mit einer kleinen Geburtstagsdeko begrüßt, denn am 1. Mai feierte man hier den 85. Geburtstag der Hedwig Bollhagen Werkstätten. Die 85jährige Geschichte des Unternehmens spiegelt auch deutsch-deutsche Geschichte wider. 1934 …

Leider geschlossen – Werkverkauf von Hedwig Bollhagen Keramik

Hedwig Bollhagen – sie war in der ehemaligen DDR eine Institution. Ihre Keramik Bückware, man musste Glück haben sie zu erwischen oder man machte es so wie ich – Bollhagen gegen Bürgel. So konnte ich einen schönen Bestand an dieser Keramik sammeln. Dann kam die Wende und das Angebot wuchs, aber auch die Preise. Trotzdem kam das eine oder andere Stück dazu, auch weil sich die Qualität der Keramik verändert hat. Wer war Hedwig Bollhagen? HB, so ihr Kürzel, wurde 1907 in Hannover geboren, sie lernte an einer keramischen Fachschule und übernahm schon als Zwanzigjährige eine Anstellung als Entwerferin und Leiterin der Malabteilung der Steingut- und Fayencefabrik Velten-Vordamm. Nach der Schließung der Firma ging sie 1931 auf Wanderschaft und erweiterte ihr Wissen in Karlsruhe, Neustadt und Garmisch-Partenkirchen, bevor sie 1934 nach Marwitz zurückkam. Sie überstand Weltkrieg, die Verstaatlichung der Werkstätten zur DDR-Zeit und die Reprivatisierung nach der Wende. Ihre Keramik ist ein feines, weiß grundiertes Steingut oder Fayence aus einfachem, rot brennendem, mit Zinnglasur überzogenem Ton. Das Steingut wird seriell gefertigt, abgesehen von begehrten Einzel- und Sonderstücken. Gemalt …

Das Keramikgeschirr von Hedwig Bollhagen ist Kult

Hedwig Bollhagen – sie war in der ehemaligen DDR eine Institution. Ihre Keramik Bückware, man musste Glück haben sie zu erwischen oder man machte es so wie ich – Bollhagen gegen Bürgel. So konnte ich einen schönen Bestand an dieser Keramik sammeln. Dann kam die Wende und das Angebot wuchs, aber auch die Preise. Trotzdem kam das eine oder andere Stück dazu, auch weil sich die Qualität der Keramik verändert hat. Wer war Hedwig Bollhagen? HB, so ihr Kürzel, wurde 1907 in Hannover geboren, sie lernte an einer keramischen Fachschule und übernahm schon als Zwanzigjährige eine Anstellung als Entwerferin und Leiterin der Malabteilung der Steingut- und Fayencefabrik Velten-Vordamm. Nach der Schließung der Firma ging sie 1931 auf Wanderschaft und erweiterte ihr Wissen in Karlsruhe, Neustadt und Garmisch-Partenkirchen, bevor sie 1934 nach Marwitz zurückkam. Sie überstand Weltkrieg, die Verstaatlichung der Werkstätten zur DDR-Zeit und die Reprivatisierung nach der Wende. Ihre Keramik ist ein feines, weiß grundiertes Steingut oder Fayence aus einfachem, rot brennendem, mit Zinnglasur überzogenem Ton. Das Steingut wird seriell gefertigt, abgesehen von begehrten Einzel- und Sonderstücken. Gemalt …