Alle Artikel in: Museum

Virtuell durch Sanssouci

In dieser Woche liegt in vielen regionalen Zeitungen wieder die „Sans, Souci“ – Beilage der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg. Wir finden darin ein Frühjahrs-Programm, das durch die aktuelle Corona-Pandemie durcheinander gewirbelt wurde. Aber die SPSG bietet uns einen virtuellen Schlossbesuch an. WELTWEIT, 24/7: DIE SCHLÖSSER SIND GEÖFFNET – MIT IHREN AUSSTELLUNGEN. UNSERE PROJEKTE AUF GOOGLE ARTS & CULTURE  Unter dem Link „Wir bleiben zu Hause“ gibt es aber noch viel mehr zu sehen. Man findet Dokumentationen, Reportagen und Videos (auf You Tube). Man kann sogar durch den Park Sanssouci spazieren gehen 🙂 Probiert es doch einfach aus, vielleicht macht es Euch Spaß. Ich habe es mit meinem Laptop ausprobiert und es hat gut funktioniert. Hier noch einmal der LINK

Besuch des Slawendorfes in Brandenburg a. d. Havel

Heute gibt es einen Ausflugstipp für die Stadt Brandenburg a.d. Havel. Das Slawendorf Das Schaudorf in Brandenburg an der Havel, das erste seiner Art im Land Brandenburg, entstand zwischen 2004 und 2010. Gemeinsam mit Archäologen, Historikern und Partnern aus Wirtschaft, Museen und Verwaltung errichtete man diesen Nachbau einer historischen Siedlung. Ich bin am Wochenende mit einem Gästeführer durch die Anlage gelaufen und war wirklich beeindruckt. Zusätzlich zu zahlreichen Hütten und Gewerken, gibt es eine Schenke (Snacks und Getränke), Hütten zum Übernachten, Seminarräume und Versammlungsplätze. Das Schaudorf besteht aus insgesamt 11 Hütten, diese können von den Besuchern zu den Öffnungszeiten besichtigt werden. Hier lebten und arbeiteten einst Bäcker, Töpfer, Weber und Zimmermann. Die Hütten sind nach den Ergebnissen von Ausgrabungen, in Größe, Material und Bauart nachgebaut worden. Ich denke, die Fotos geben einen guten Eindruck von der Atmosphäre in dem Dorf. Schöne Fotomotive Die Slawenschiffe Es gibt zwei nachgebaute Slawenschiffe – die „Dragomira“ ist ein original getreuer Nachbau, das im Rahmen eines Jugendprojektes vor mehr als 15 Jahren begonnen wurde. Nach knapp drei Jahren Bauzeit wurde das Schiff …

Das Museumshaus „Im Güldenen Arm“

Das Museumshaus „Im Güldenen Arm“ ist das älteste original restaurierte Haus der zweiten Potsdamer Stadterweiterung. Obwohl es im Stadtzentrum liegt, in einer Querstraße der Brandenburger Straße, scheint das Museumshaus etwas in Vergessenheit geraten zu sein. Zu Unrecht, denn das Haus besteht aus Fachwerk und ist damit das Einzige, das in dieser Bauart in Potsdam erhalten geblieben ist. Besonders auffällig ist die Eingangstür.

Frenkel

Ausstellung-Tipp: Potsdam unter dem Roten Stern 1945 – 1994

Potsdam unter dem Roten Stern – Hinterlassenschaften der sowjetischen Besatzungsmacht 1945 bis 1994 In diesem Jahr gibt es ein Jubiläum, das eng mit der friedlichen Revolution 1989 verbunden ist – den Abzug der sowjetischen bzw. russischen Truppen aus Potsdam im Jahr 1994. Das ist inzwischen 25 Jahre her und der Anlass für diese Ausstellung, womit das Potsdam Museum eine Forschungslücke in den Blick rückt. Denn immerhin dauerte die Anwesenheit der Armee in der Stadt 50 Jahre, aber über deren Gliederungen und die räumliche Verteilung auf dem Stadtgebiet ist bis heute nur wenig bekannt. 25 Jahre nach dem Abzug der Truppen aus Potsdam präsentiert das Potsdam Museum erstmals eine Auswahl aus den mehr als 1.500 in den Kasernen geborgenen Fundstücken. Diese Fundstücke zeigen eine andere Seite der „Besatzer“, Dinge, die in der Öffentlichkeit nicht bekannt wurden (werden sollten ?). Es ist ein Wunder, dass man diese Dinge retten konnte, sie nicht im Strudel der Zeitenwende verschwunden sind. Während der Führung war die Begeisterung der Ausstellungsmacher zu spüren, die zu vielen Ausstellungsstücken eine Geschichte erzählen können. Mir …

Blick auf das Museum Barberini

In kurzer Zeit ist das Museum Barberini zum bekanntesten Kunstmuseum Potsdams geworden. Ich bin sicher, dass es im Vorfeld viele Diskussionen gab, aber das Ergebnis ist wirklich gelungen. Und es wird vom Publikum angenommen. Kurze Geschichte des Bauwerkes Das Palais Barberini war ein unter dem preußischen König Friedrich II. nach Entwürfen Carl von Gontards 1771 bis 1772 errichtetes klassizistisch-barockes Bürgerhaus in der Humboldtstraße 5/6 in Potsdam. Seine Hauptfassade ist zum Alten Markt mit dem Potsdamer Stadtschloss und der Nikolaikirche gerichtet. Seinen Namen erhielt das Gebäude nach dem vom König zum Vorbild bestimmten Palazzo Barberini in Rom. Die Potsdamer Nachschöpfung der italienischen Vorlage bildete den monumentalen südöstlichen Abschluss des Alten Marktes und gehörte zusammen mit dem ebenfalls von Gontard entworfenen benachbarten Noackschen Haus Humboldtstraße 4 zu den letzten unter Friedrich II. entstandenen Bauten rund um die Platzanlage. Blick aus dem Museum auf den Alten Markt (Sommer 2017) Blick in den Innenhof Mehr Fotos gibt es hier Das Museum Auf der Seite von Potsdam Tourismus steht folgende Kurzbeschreibung: Mit dem Museum Barberini, getragen von der Hasso Plattner Förderstiftung, gibt es …

Große Pläne für die Villa Francke

In der Potsdamer Gregor-Mendel-Straße gibt es viele wundervolle Villen mit sehr interessanten Geschichten. Dazu gehört auch die Villa, die sich die Holzhändlerfamilie Francke 1873/74 bauen lies. Entworfen wurde sie vom Architekten Reinhold Persius, ein prachtvolles Gebäude in einem großen Garten wie man es auf einem zeitgenössischen Gemälde sieht. REPRO: STADT POTSDAM 1909 bis 1912 wurde die Sommerresidenz durch Architekt Peter Behrens umgestaltet und erweitert – unter anderem um einen Tennisplatz und ein Fahrzeughaus. Das war auch notwendig, denn die Franckes sollen eines der ersten Automobile Potsdams besessen haben, noch vor dem Kaiser. So jedenfalls erzählt man es sich in der Familie, berichtet Köppel. Die Familie sei auch während der DDR-Zeit nicht enteignet worden, weil der damalige Besitzer in Namibia wohnte und einen britischen Pass besaß. Auch deshalb ist das Gebäude wohl noch so gut erhalten, wie die hochwertige Ausstattung mit Marmorkaminen und Säulen, Stuckdecken.     Die Villa und das rund 15000 Quadratmeter große Grundstück wurden im Frühjahr 2018 von Nachfahren der Familie Francke verkauft und bereits Anfang 2019 stellte der neue Eigentümer Matthias Köppel erste …