Alle Artikel mit dem Schlagwort: HBPG

fontane.200 – Brandenburg – Bilder und Geschichten

Endlich hat auch Potsdam „ihre“ Fontane-Ausstellung. Am 6. Juni 2019 eröffnete „Bilder und Geschichten“ im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte mit über 300 Ausstellungsstücken, die Einblicke in die Arbeitsweise des Autors geben. Inhaltlich liegt der Schwerpunkt auf den „Wanderungen“, an denen Fontane bis zu seinem Tode arbeitete. Handschrift, Zeitungspapier; 19,00 cm x 35,00 cm © Stiftung Stadtmuseum Berlin Die Ausstellung folgt dem Entdeckungsreisenden Fontane so wie der Leser ihm in seinen Büchern folgt: Wie bereitete Fontane sich auf seine Fahrten vor, wie reiste er (nämlich selten zu Fuß)? Wer waren seine Informanten und Begleiter, was hat er gesehen und gelesen, und mit wem hat er gesprochen? Die Schau gibt einen Einblick in Fontanes Schreibwerkstatt und zeigt ihn dabei, wie er das vorgefundene Material sammelt, es in seinen Texten effektvoll arrangiert und über fast vier Jahrzehnte immer wieder bearbeitet. Hier ein Blick auf ein paar Schreibutensilien Fontanes. Vielleicht fuhr Fontane mit so einer Kutsche ? Fontane war zu seiner Zeit als Journalist und Autor der Wanderungen bekannt. Die Ausstellung ist interaktiv und so kann man am Bildschirmen …

Wiederentdeckt – zwei Ausstellungen aus dem Jahr 1989

1989 – ein entscheidendes Jahr in der ostdeutschen Geschichte und damit natürlich auch für das neue Deutschland, das ein Jahr später ausgerufen wird. Die Ereignisse haben sich damals überschlagen, kam noch vorstellbar heute – 30 Jahre später. Unter dem Namen „Fundstücke aus Brandenburg“ wird im „Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte“ an zwei Ausstellungen aus dem Jahr 1989 erinnert, die fast vergessen waren. Ich habe mir die beiden Ausstellungen schon ansehen und war so beeindruckt, dass ich selbst noch einmal im Zeitungsarchiv nachgeschaut habe und tatsächlich etwas finden konnte. Die Ausstellungsmacher kennen die Sachen sicher, aber ich habe Kopien gemacht und gebe den Umschlag im HBPG ab. Hier zwei Beispiele. Leider habe ich nichts zu „Suchet der Stadt Bestes“ finden können. Suchet der Stadt Bestes – vom 10. September bis 8. Oktober 1989 in der Nikolaikirche Im Sommer 1989 wollten Potsdamer Bürger etwas gegen den Verfall der Stadt und beginnenden Abriß in der Altstadt tun. Noch vor der Wende war es ein Risiko diese Politik zu kritisieren und sie mit einer Ausstellung öffentlich machen. So war es …

17. April 2019 – Vortrag im HBPG „Klein-Glienicke – Große Geschichte“

Mi, 17. April 2019 | 18:00 Uhr Vortrag „Klein-Glienicke – Große Geschichte“ Gerhard Ludwig Petzholtz, Potsdam Von 1961 bis 1989 war der Potsdamer Stadtteil Klein-Glienicke eine ummauerte DDR-Halbinsel im Gebiet West-Berlins, zu der nur Inhaber von Sonderausweisen über eine schmale Teltowkanalbrücke Zugang hatten. Der Buchautor Gerhard L. Petzholtz, Nachfahre der bekannten Potsdamer Familien von Türk (Schul- und Sozialreformer) und Petzholtz (Baumeister und Theologen) berichtet über den Beginn der Besiedlung am Böttcherberg, die architektonischen Besonderheiten, die bedeutenden Bewohner und den Friedhof, und er zeigt Bilder dazu.  Eine Veranstaltung der Studiengemeinschaft Sanssouci e. V. – Verein für Kultur und Geschichte Potsdams Eintritt: frei

15. Mai 2019 – „Wiedergefunden: Die letzte SED-Ausstellung in Moskau 1989“

Mi., 15. Mai 2019 | 18:00 Uhr Begleitveranstaltung zur Ausstellung „Fundstücke aus Brandenburg – zwei Ausstellungen aus dem Jahr 1989″ Vortrag „Wiedergefunden: Die letzte SED-Ausstellung in Moskau 1989“ Thomas Wernicke, wissenschaftlicher Ausstellungsleiter des HBPG 2016 stolperten HBPG-Mitarbeiter in einem Museumsdepot im Oderbruch über etwa 50 großformatige, verstaubte Holztafeln aus den 1980er Jahren mit Berlin-Fotos und russischer Beschriftung. Ein Fund, der Rätsel aufgab: wo kamen sie her, wozu dienten sie einst, und könnte sie das HBPG in einem kritischen Kontext öffentlich zeigen? Es folgten akribische, fast kriminalistische Recherchen zur DDR-Vergangenheit, die bis in Moskauer Archive führten. Zutage kam: die Tafeln gehörten einst zur letzten, opulenten SED-Propaganda-Leistungsschau „40 Jahre DDR-Hauptstadt Berlin“, ausgerichtet im Juni 1989 auf dem Gelände der Allunions-Ausstellung in Moskau. Thomas Wernicke berichtet von seiner Spuren- und Zeitzeugensuche, die Stück für Stück ans Licht brachte, wie und mit welcher Absicht diese „Leistungsschau“ vor dem Hintergrund des „realen Sozialismus“ entstand, welche Resonanz sie in Moskau fand und weshalb nach dreißig Jahren noch Reste von ihr erhalten sind. Eintritt: 3 €