Alle Artikel in: Unterwegs

Tagesausflug nach Eberswalde

Tagesausflug nach Eberswalde mit art:berlin und dem Bauhaus-Archiv Berlin Eberswalde? Vielleicht kennt Ihr bisher nur den Zoo, aber in Eberswalde gibt vielmehr zu sehen und selbst der Tagesausflug reicht kaum aus. So liegt der Schwerpunkt dieser liegt auf den Industriedenkmäler der Stadt oder wie es art:Berlin beschreibt: „Seit dem 17.Jahrhundert ist Eberswalde die Wiege der brandenburgischen Industrie. Besonders die Metallverarbeitung hat hier ihr Zuhause. Wir spazieren entlang des Finowkanals und entdecken immer wieder denkmalgepflegte, von der Natur überwachsene Reste frühster Technikgeschichte. Im Anschluss fahren wir zur Werkssiedlung des ehemaligen Messingwerkes mit den legendären Wohnhäusern aus Kupfer, für die Walter Gropius einen Typenentwurf machte. Auch der Besuch des Stadtmuseums mit Einblick in Beispiele der Designgeschichte dieser Region steht auf unserer Agenda. Natürlich darf eine Pause im Stadtcafé am Markt mit regionaltypischer Konditorware nicht fehlen.“ Eberswalde war mein zweiter Tagesausflug mit diesen Veranstaltern (über Halle habe ich hier geschrieben). Damals ging es in Berlin los, diesmal ist der Treffpunkt der Bahnhof Eberswalde. Ich kann mir vorstellen, dass man so auch Interessenten aus der Umgebung oder sogar Eberswalde anspricht. …

Potsdam – Wanderung ins Katharinenholz

Immer wieder bin ich überrascht wie schnell und unkompliziert man die Potsdamer Umgebung erkunden kann. Keine riesigen Entfernungen wie in Berlin, die mich oft abgehalten haben. Jetzt ist mein Motto – spontan sein. Also habe ich zugesagt, als es hies “ wollen wir nicht am Samstag wandern gehen“. Obwohl ich niemanden kannte, habe ich mich in Potsdam-Bornstedt eingefunden und los ging es. 3-4 Stunden waren angedacht, Länge 10 km. An Ende war es fast so, aber vielleicht sollte ich mit dem Anfang beginnen. Unsere Truppe aus 6 Frauen und einem Mann bestehend, machte sich kurz nach 10 Uhr in Richtung Ruinenberg auf den Weg. Der Ruinenberg Der Ruinenberg ist eine Anhöhe zwischen Potsdam-Bornstedt im Westen und der Potsdamer Jägervorstadt im Osten. Dort lies Friedrich der Große 1748 zur Bewässerung der Fontänen im Park Sanssouci ein Wasserreservoir bauen und mit künstlichen Ruinen als Gestaltungselemente ausschmücken. 1841 beauftragte Friedrich Wilhelm IV. den Gartenarchitekten Peter Joseph Lenné 1841 mit der gärtnerischen Gestaltung des Ruinenberggeländes. Hier gibt es eine der wunderbaren Sichtachse, wobei bei der Erschaffung des Geländes die Bäume …

Das Jan Bouman Museum in Potsdam

Da ich gerade eine kleine holländische Phase auf dem Blog habe, gibt es etwas aus dem Holländischen Viertel aus Potsdam. Wenn Ihr wieder einmal in Potsdam seit, dann schaut doch einmal in dieses Museum. Es lohnt sich. Das Jan Bouman Haus ist das erste städtische, für Immigranten gebaute Siedlungshaus des 18. Jahrhunderts. Es trägt den Namen des niederländischen Baumeisters Jan Bouman (1706 – 1776), unter dessen Leitung nicht nur das Holländische Viertel, sondern auch zahlreiche Bauwerke in Potsdam und Berlin entstanden. Das Giebelhaus mit seinem typischen Baustil weist, verglichen mit anderen Häusern in diesem Viertel, den größten Bestand originaler Bausubstanz aus der Zeit um 1735 auf. Das restaurierte Ensemble von Vorderhaus, Hof, Fachwerk-Hofgebäude und Hausgarten ist in seiner ursprünglichen Form erlebbar. Mehr zur Geschichte des Holländischen Viertels, des Siedlungshauses in der Mittelstraße 8 und dessen Sanierung in den Jahren 1995–1997 erfahren Sie in der Dauerausstellung unseres 1997 eröffneten Museums. Mit einigen Möbeln und Hausrat aus der Zeit um 1735 ausgestattet, vermittelt unser Museum einen Einblick in die Alltagskultur seiner ersten Bewohner. Zu den Schaustücken gehören auch historische …

Potsdam – Wanderung ins Katharinenholz

Immer wieder bin ich überrascht wie schnell und unkompliziert man die Potsdamer Umgebung erkunden kann. Keine riesigen Entfernungen wie in Berlin, die mich oft abgehalten haben. Jetzt ist mein Motto – spontan sein. Also habe ich zugesagt, als es hies “ wollen wir nicht am Samstag wandern gehen“. Obwohl ich niemanden kannte, habe ich mich in Potsdam-Bornstedt eingefunden und los ging es. 3-4 Stunden waren angedacht, Länge 10 km. An Ende war es fast so, aber vielleicht sollte ich mit dem Anfang beginnen. Unsere Truppe aus 6 Frauen und einem Mann bestehend, machte sich kurz nach 10 Uhr in Richtung Ruinenberg auf den Weg.   Der Ruinenberg Der Ruinenberg ist eine Anhöhe zwischen Potsdam-Bornstedt im Westen und der Potsdamer Jägervorstadt im Osten. Dort lies Friedrich der Große 1748 zur Bewässerung der Fontänen im Park Sanssouci ein Wasserreservoir bauen und mit künstlichen Ruinen als Gestaltungselemente ausschmücken. 1841 beauftragte Friedrich Wilhelm IV. den Gartenarchitekten Peter Joseph Lenné 1841 mit der gärtnerischen Gestaltung des Ruinenberggeländes. Hier gibt es eine der wunderbaren Sichtachse, wobei bei der Erschaffung des Geländes die …

Der älteste Flughafen der Welt liegt im Land Brandenburg

Auf dem ältesten Flughafen der Welt Stölln hat den ältesten Flugplatz der Welt, den Gollenberg, der Schauplatz von Lilienthals ersten erfolgreichen Flugversuchen war. Das wollte ich unbedingt ansehen und so ging es mit dem Regionalexpress nach Rathenow, dort wartete ein Bus, der uns nach Stölln brachte. Hier gibt es das Otto Lilienthal Center und die IL-62, die Geschichte schrieb. 1989 fand im Schatten der DDR-Wende eine technische Sensation statt, die fast vergessen war. Im Zeichen der BUGA2015 hat sich das geändert, denn der Ort an dem Otto Lilienthal bei einem seiner Flugversuche verunglückte und wo heute die alte Interflug-Maschine vom Typ IL-62 (Lady Agnes) steht, gehörte zum Programm. Besichtigung der IL-62 genannt Lady Agnes Ich hatte die Möglichkeit die IL-62 anzusehen und dort auch den ehemaligen Kapitän Kallbach zu treffen, der sehr interessant und engagiert von dem damaligen Flug berichtete. Das Sensationelle – diese IL 62 wurde nicht einfach dorthin transportiert, nein, der Flugkapitän Kabach landete sie am 23. Oktober 1989 auf einem nur 900 m langen Feld. Das Flugzeug war ein Geschenk der Interflug an die Stadt, in …

Das Keramikgeschirr von Hedwig Bollhagen ist Kult

Hedwig Bollhagen – sie war in der ehemaligen DDR eine Institution. Ihre Keramik Bückware, man musste Glück haben sie zu erwischen oder man machte es so wie ich – Bollhagen gegen Bürgel. So konnte ich einen schönen Bestand an dieser Keramik sammeln. Dann kam die Wende und das Angebot wuchs, aber auch die Preise. Trotzdem kam das eine oder andere Stück dazu, auch weil sich die Qualität der Keramik verändert hat. Wer war Hedwig Bollhagen? HB, so ihr Kürzel, wurde 1907 in Hannover geboren, sie lernte an einer keramischen Fachschule und übernahm schon als Zwanzigjährige eine Anstellung als Entwerferin und Leiterin der Malabteilung der Steingut- und Fayencefabrik Velten-Vordamm. Nach der Schließung der Firma ging sie 1931 auf Wanderschaft und erweiterte ihr Wissen in Karlsruhe, Neustadt und Garmisch-Partenkirchen, bevor sie 1934 nach Marwitz zurückkam. Sie überstand Weltkrieg, die Verstaatlichung der Werkstätten zur DDR-Zeit und die Reprivatisierung nach der Wende. Ihre Keramik ist ein feines, weiß grundiertes Steingut oder Fayence aus einfachem, rot brennendem, mit Zinnglasur überzogenem Ton. Das Steingut wird seriell gefertigt, abgesehen von begehrten Einzel- und Sonderstücken. Gemalt …