Alle Artikel in: Unterwegs

Besuch der Kyritz-Ruppiner Heide

In der Kyritz-Ruppiner Heide Endlich, dachte ich. Schließlich sind aller guten Dinge drei und vielleicht würde ich diesmal die lilablühende Heide sehen. Im vergangenen Jahr war es der Regen und in diesem Jahr die Trockenheit, die die Natur und damit auch meinen Terminkalender durcheinander brachte. Also wieder nichts mit dem lilafarbenden Naturwunder, statt dessen Märkischer Sand wie er im Buche steht. Trotzdem beeindruckt mich die Heidelandschaft mit ihrer Weite und den tiefhängenden Wolken immer wieder. Zumal wenn man die Vergangenheit der Heide bedenkt, denn früher kreisten hier Kampfflugzeuge, heute, wenn man Glück hat, Seeadler. Da die Kyritz-Ruppiner Heide jahrelang als Truppenübungsplatz genutzt wurde, konnte sich eine einzigartige Natur mit zahlreichen seltenen Tier und Pflanzenarten entwickeln. Heidelandschaften waren früher in Europa weit verbreitet. Heute gibt es nur noch wenige große Heideflächen. „Die Kyritz-Ruppiner Heide ist mit knapp 12.000 Hektar eine der größten zusammenhängenden Heidegebiete mit Callunaheide in Europa. Durch die militärische Nutzung als sogenanntes ‚Bombodrom’ bis zum Anfang der 90er Jahre konnte sich eine beeindruckende Vegetation mit zahlreichen seltenen und stark gefährdeten Tier- und Pflanzenarten entwickeln, …

Hotel Bellevue in Buckow

Endlich wieder ein langes Wochenende. Das letzte habe ich genutzt um wieder nach Buckow zu fahren, diesmal per Bahn und Bus, was wirklich gut funktioniert hat. Grund für den Besuch war das Gartenfest im Brecht-Weigel-Haus und weil ich nicht immer an den nächtlichen Rückweg denken wollte, habe ich mir ein Zimmer gesucht. Nicht so einfach an einem Wochenende, aber das Hotel meiner Wahl hatte zum Glück noch ein Zimmer frei. Das Hotel Bellevue in Buckow Diese Beschreibung hat mich sofort neugierig gemacht: „Das alteingesessene Bellevue liegt mitten in der Kurstadt Buckow im Naturpark Märkische Schweiz. Die vielfältige Natur und Kulturlandschaft macht diesen Ort zu etwas Besonderem. Und wir haben aus dem Hotel Bellevue etwas Besonderes gemacht, nämlich die Gastgeberei und das Kreativhaus. Die ehemals einheitlichen Räume sind jetzt unterschiedlich möbliert und gestrichen. Sie werden Ihren Lieblingsraum finden…“ Und so war es auch. Die Fotos zeigen hoffentlich wie individuell das Haus eingerichtet ist.   Mehr als ein Hotel Hier gibt es viele Möglichkeiten kreativ zu werden, was ich leider nicht genutzt habe. In diesem Fall war das …

Äpfel, Fruchtsäfte und echte „Brandenburger“

Äpfel, Fruchtsäfte und echte „Brandenburger“ Die Apfelbäume sind bis in die kleinste Zweigspitze voll, heißt es in diesem Jahr bei vielen Kleingärtnern im Land Brandenburg. Oft zu viele um sie alle selbst zu verarbeiten, deshalb bietet es sich an aus den Früchten Saft zu pressen zu lassen. Einer dieser Anbieter in der Prignitz ist „Kyritzer Fruchtsäfte Mosterei“, die zu diesen Zeitpunkt schon mehr Äpfel verarbeitet hat, als in der ganzen Saison 2017. Gegründet wurde das Familienunternehmen von Günther Wietz im September des Jahres 1989, jetzt wird es von seinen Söhnen Martin und Holger Wietz fortgeführt. Inzwischen ist das Sortiment auf über 43 Sorten Fruchtsäfte, Fruchtnektare, Fruchtsaftgetränke, Fruchtweine und Glühweine angewachsen, aber im Moment ist Apfelhochzeit. Bei einer kleinen Führung konnten wir einen Blick in den Betrieb werfen. Interessant zu sehen, wie viel Handarbeit stattfindet, zum Beispiel beim Sortieren bzw. Aussortieren des Obstes. Da kommt es auf die Qualität an, schlechte Früchte kommen nicht in den Saft.   Ob sich das Abliefern lohnt, muss natürlich jeder selbst entscheiden, die Mosterei gibt auf ihrer Webseite über die …

In der Prignitz: Äpfel, Äpfel und noch mehr Äpfel

In meinem vorherigen Beitrag habe ich ja das Apfelfest in der Alexandrowka angekündigt. Der Garten ist berühmt für seine viele Sorten, wovon man sich Ende September überzeugen kann. Aber nicht nur dort wird es eine gute Ernte geben. Äpfel, Äpfel und noch mehr Äpfel Die Apfelbäume sind bis in die kleinste Zweigspitze voll, heißt es in diesem Jahr bei vielen Kleingärtnern im Land Brandenburg. Oft zu viele um sie alle selbst zu verarbeiten, deshalb bietet es sich an aus den Früchten Saft zu pressen zu lassen. Einer dieser Anbieter in der Prignitz ist „Kyritzer Fruchtsäfte Mosterei“, die zu diesen Zeitpunkt schon mehr Äpfel verarbeitet hat, als in der ganzen Saison 2017. Gegründet wurde das Familienunternehmen von Günther Wietz im September des Jahres 1989, jetzt wird es von seinen Söhnen Martin und Holger Wietz fortgeführt. Inzwischen ist das Sortiment auf über 43 Sorten Fruchtsäfte, Fruchtnektare, Fruchtsaftgetränke, Fruchtweine und Glühweine angewachsen, aber im Moment ist Apfelhochzeit. Bei einer kleinen Führung konnten wir einen Blick in den Betrieb werfen. Interessant zu sehen, wie viel Handarbeit stattfindet, zum Beispiel beim Sortieren bzw. Aussortieren …

Ein Blick zurück – das Café Rosenhag

Café im Bauhaus-Gebäude Täglich öffnen und schließen viele tolle Cafés, trotzdem möchte ich hier einen Ort vorstellen, der es verdient hätte, offen zu bleiben. Verschiedene Umstände (wie langwierige Bauarbeiten und damit ein schlechter Zugang) führte dazu, dass der Traum des Eigentümers nach 15 Monaten vorbei war. Dabei ist das Haus aus dem Jahr 1928 ein echtes Schmuckstück (Architekt Werner Schenck), es wurde liebevoll saniert, die 48 Wohnungen und die beiden Läden auf 4200 Quadratmetern Nutzfläche hergerichtet. Für das Café ersteigerte Gosse Wiesmann die originalen Bauhausmöbel im Internet: Gerrit Rietveld-Lampen, Vitra-Stühle, die klassischen Freischwinger von Marcel Breuer, Sitzmöbel von Mauser… Zwei Pächter gab es nach der Eröffnung von 2013, nun steht das Café wieder leer. In einem Zeitungsartikel von 2016 sagte der Eigentümer: „Der neue Pächter sollte zumindest Herz haben, motiviert sein und das Bauhaus in diesem Lokal nicht ganz zugrunde richten.“ Vielleicht findet sich noch jemand, denn wie die Fotos zeigen, würde es sich lohnen. Und im nächsten Jahr gibt es ja das große Bauhaus-Jubiläum.  

Slawendorf in Brandenburg a. d. Havel

Heute gibt es einen Ausflugstipp für die Stadt Brandenburg a.d. Havel. Das Slawendorf Das Schaudorf in Brandenburg an der Havel, das erste seiner Art im Land Brandenburg, entstand zwischen 2004 und 2010. Gemeinsam mit Archäologen, Historikern und Partnern aus Wirtschaft, Museen und Verwaltung errichtete man diesen Nachbau einer historischen Siedlung. Ich bin am Wochenende mit einem Gästeführer durch die Anlage gelaufen und war wirklich beeindruckt. Zusätzlich zu zahlreichen Hütten und Gewerken, gibt es eine Schenke (Snacks und Getränke), Hütten zum Übernachten, Seminarräume und Versammlungsplätze. Das Schaudorf besteht aus insgesamt 11 Hütten, diese können von den Besuchern zu den Öffnungszeiten besichtigt werden. Hier lebten und arbeiteten einst Bäcker, Töpfer, Weber und Zimmermann. Die Hütten sind nach den Ergebnissen von Ausgrabungen, in Größe, Material und Bauart nachgebaut worden. Ich denke, die Fotos geben einen guten Eindruck von der Atmosphäre in dem Dorf.     Schöne Fotomotive Die Slawenschiffe Es gibt zwei nachgebaute Slawenschiffe – die „Dragomira“ ist ein original getreuer Nachbau, das im Rahmen eines Jugendprojektes vor mehr als 15 Jahren begonnen wurde. Nach knapp drei Jahren Bauzeit wurde …