Alle Artikel mit dem Schlagwort: Kunst

Das Museumshaus „Im Güldenen Arm“

Das Museumshaus „Im Güldenen Arm“ ist das älteste original restaurierte Haus der zweiten Potsdamer Stadterweiterung. Obwohl es im Stadtzentrum liegt, in einer Querstraße der Brandenburger Straße, scheint das Museumshaus etwas in Vergessenheit geraten zu sein. Zu Unrecht, denn das Haus besteht aus Fachwerk und ist damit das Einzige, das in dieser Bauart in Potsdam erhalten geblieben ist. Besonders auffällig ist die Eingangstür.

Wie geht es weiter mit der Garnisonkirche ?

In der letzten Zeit sind zwei Gebäude wieder in den Focus der Potsdamer Öffentlichkeit gelangt. Nicht zum ersten und bestimmt nicht zum letzten Mal, denn die Zukunft der Garnisonkirche und die des Kunsthauses Rechenzentrums sind eng miteinander verbunden. Wie sieht es aktuell aus ? Nach der von Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) angestoßenen Kompromisssuche zum Wiederaufbau der Garnisonkirche ist die Zukunft der Kirche wieder unsicher. Schubert hat sich unter anderem für ein Jugendbegegnungszentrum neben dem Kirchturm sowie ein stärkeres inhaltliches Engagement der Stadt für die dort geplante Ausstellung ausgesprochen. Auch Frank Walter Steinmeier begrüßt die Suche nach einem Kompromiss. Was bedeutet das für das Rechenzentrum ? Im Kunsthaus steht einem möglichen Wiederaufbaudes Kirchenschiffs im Weg und „wartet“ auf seinen Abriss. Die zeitliche Begrenzung der Mietverträge ist ein großes Problem, die Nutzung als Kreativzentrum sei nur als Zwischenlösung gedacht, der Abriss lange beschlossen, denn ein Teil des Rechenzentrums steht auf dem Grundstück der Kirche. Eine komplizierte Situation. Blick aus dem Kunsthaus/Rechenzentrum Zahlreiche Künstler arbeiten hier, ihre Kunst stellen sie auch hier aus. Die Gänge des Gebäudes sind lang …

Der Wiederaufbau der „Transparenten Weltkugel“

Ich hatte bereits über den Wiederaufbau der Metallskulptur im Juli neben dem Marktcenter berichtet. Wie angekündigt war der Aufbau im August fertig gestellt und das Kunstwerk aus DDR ist nun wieder vollständig zugänglich. Es fügt sich auf dem neuen Platz gut in die Sichtachsen zum Dampfmaschinen-Haus/Moschee ein. Auch der Neubau im Hintergrund passt gut. Ob man das so gedacht bzw. erwartet hatte, kann ich nicht sagen. Vielleicht ist es eher ein Zufall 🙂 Hier einmal meine kleine Galerie beginnend mit dem 21. Juli 2019. Anfang August kann man schon deutliche Fortschritte sehen. Am 25. August 2019 sah es dann so aus. Übrigens sieht man die Kugel von der Straße nicht so gut, da ein großes Blumenbeet angelegt wurde. Deshalb ist die „Moschee“ meine Empfehlung, wenn man die Kugel sucht. Ich wünsche Euch viel Spaß beim Fotografieren.

Artcamp 3 – 18 Künstler stellen in Potsdam aus

Es ist wieder einmal so weit! Das Artcamp Potsdam zieht zum 3. Mal auf das Gelände der Villa Francke. Initiiert wurde das Artcamp von dem Potsdamer Künstlerpaar Allan Paul und Nadine Conrad vom „Projekt Panama“. Die beiden haben eine Ausstellung mit Positionen der regionalen Kunstszene, sowie Künstler aus Berlin, Russland und Norwegen zusammengestellt. 18 Künstler bespielen den Garten und die Remise mit Malerei, Installation und Skulptur. Ich hatte die Gelegenheit den Ausstellungsort zu besuchen. Da war das ganze sozusagen „Work in Progress“, ob es dann zur Eröffnung am Freitag wo aussehen wird, davon solltet Ihr Euch selbst überzeugen.   Die Künstlerin Nora Fritz wird uns mit Ihrem Team von Artchurch mit performativem Erleben überraschen und für das leibliche Wohl sorgen. Es wird eine Installation von Lars Kaiser der Agentur Kunsttick mit dem Namen „Invest in Rest“ geben, wo wir alles nicht Gewollte los lassen können. Am Freitag zur Vernissage gibt es noch ein ganz besonderes Highlight, die Künstlerin  „Zustra“ aus Berlin spielt Indie-Pop mal minimalistisch-leise dann laut und heroisch. https://www.facebook.com/ZUSTRA.music/ Hier die Informationen zu Ort und Zeit. ArtCamp Potsdam 3 Im ehemaligen Chauffeurshaus der Villa Francke Gregor-Mendel-Straße 23, 14469 Potsdam Eröffnung: Freitag 09.08. 18-23 Uhr Samstag 10.08 12-20 Uhr Sonntag 11.08 12-20 Uhr Ansprechpartner: Nadine Conrad / Tel.: 01638073033 Das Artcamp Potsdam bedankt sich für die freundliche Unterstützung der Investitionsbank des Landes Brandenburg.

„Constrast“ in der Villa Francke

Am Sonntag konnte ich mir die Ausstellung „Contrast“ in der Villa Francke ansehen, die von vier Künstlern aus Potsdam, Athen und Zabrze bespielt wurde. Neben Bildern von Justine Otto, sind Arbeiten der jungen Athenerin Dimitra Bouritsa und des in Potsdam beheimatete Künstlerpaar Nadine Conrad und Allan Paul zu sehen. Vom Stil her, sehr unterschiedlich, passen die Bilder perfekt in die Villa Francke. Jedem Künstler stand ein Raum zur Verfügung, im Foyer hängt jeweils ein Bild von Otto, Bouritsa, Conrad und Paul. Hier ein paar fotografische Eindrücke vom Sonntag. Mir hat das Event gut gefallen. Falls Ihr es verpasst habt, dann möchte ich das Art Camp am nächsten Wochenende empfehlen (Beitrag folgt). Natürlich habe ich die Gelegenheit genutzt mir die Location anzusehen, auch dazu gibt es bald mehr Informationen, zum Beispiel über die Pläne des neuen  Eigentümers dort einen tollen Kunstort zu etablieren. Also schaut morgen einfach wieder auf den Blog !

Wiederaufbau der „Transparenten Weltkugel“

Fast 10 Jahre war sie nicht mehr zu sehen, die „Transparente Weltkugel“, die seit 1977/78 vor der ehemaligen Buchhandlung „Alexander von Humboldt“ stand. Aus Sicherheitsgründen musste die Skulptur im Oktober 2010 von der Baustelle der Stadt- und Landesbibliothek entfernt werden. Kurz zuvor, noch im Mai 2010, hatte man im Zuge von Wartungsarbeiten, Verwitterungsspuren an der Skulptur beseitigt. Im Zuge des Neuaufbaus der Potsdamer Mitte wird das Denkmal nicht wieder an seinen ursprünglichen Standort zurückkehren, da dieses Areal Teil der zu bebauenden Fläche entlang der Friedrich-Ebert-Straße ist. Sie wurde von Prof. Günter Junge entworfen und und vom Stahlbauer Ulrich Dalichow in Zusammenarbeit mit Christian Röhl ausgeführt. Die Kugel wurde geformt aus zwei ineinander verschlungenen Zitaten. Zum einen dem Anfang aus dem Chorus mysticus, den Schlussversen aus Goethes Faust II: „Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis“ und aus der elften Feuerbach-These Karl Marx‘ „Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert, es kommt aber darauf an, sie zu verändern“.  Sie besteht aus oberflächenbehandeltem Stahl. Der damalige Abbau wurde dokumentiert und kann hier eingesehen werden. Ich habe meine Fotos …

„Wege des Barock“ im Museum Barberini in Potsdam

Nach dem großen Publikumserfolg mit der Ausstellung zum Spätwerk Pablo Picassos startet im Potsdamer Museum Barberini «Wege des Barock». «Es war seit unserer Gründung im Jahr 2017 unser Wunsch, mit der Sammlung unserer Namensschwester in Rom eine Ausstellung zu realisieren», sagte Museumsdirektorin Ortrud Westheider am Donnerstag bei der Vorstellung der Ausstellung, die am Samstag für das Publikum eröffnet wird. Mittelpunkt steht Caravaggios, in den Jahren 1597-1599 entstandenes Werk, «Narziss».  Zu den Leihgaben aus Rom steuert die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten zwei von Friedrich dem Großen erworbene Werke von Artemisia Gentileschi (1593-1653) bei, die sich seit 1769 im Neuen Palais im Park Sanssouci befinden. Die beiden Gemälde sind schon seit langer Zeit nicht mehr für das Publikum zugänglich, da der Tanzsaal wegen Einsturzgefahr gesperrt ist und wahrscheinlich erst 2030 dem Publikum zugänglich gemacht werden kann. Man könnte sich nun fragen, warum die Bilder nicht abgehängt wurden, aber dahinter verbirgt sich eine Geschichte. Friedrich der Große kaufte italienische Kunst für sein Neues Palais, mit dem er nach dem Siebenjährigen Krieg seine Stärke und seine finanzielle Potenz demonstrieren wollte. …

Im Barberini gibt es ein Wiedersehen mit den Gemälden von Artemisia Gentileschi

Nach dem großen Publikumserfolg mit der Ausstellung zum Spätwerk Pablo Picassos startet im Potsdamer Museum Barberini «Wege des Barock». «Es war seit unserer Gründung im Jahr 2017 unser Wunsch, mit der Sammlung unserer Namensschwester in Rom eine Ausstellung zu realisieren», sagte Museumsdirektorin Ortrud Westheider am Donnerstag bei der Vorstellung der Ausstellung, die am Samstag für das Publikum eröffnet wird. Mittelpunkt steht Caravaggios, in den Jahren 1597-1599 entstandenes Werk, «Narziss».  Zu den Leihgaben aus Rom steuert die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten zwei von Friedrich dem Großen erworbene Werke von Artemisia Gentileschi (1593-1653) bei, die sich seit 1769 im Neuen Palais im Park Sanssouci befinden. Die beiden Gemälde sind schon seit langer Zeit nicht mehr für das Publikum zugänglich, da der Tanzsaal wegen Einsturzgefahr gesperrt ist und wahrscheinlich erst 2030 dem Publikum zugänglich gemacht werden kann. Man könnte sich nun fragen, warum die Bilder nicht abgehängt wurden, aber dahinter verbirgt sich eine Geschichte. Friedrich der Große kaufte italienische Kunst für sein Neues Palais, mit dem er nach dem Siebenjährigen Krieg seine Stärke und seine finanzielle Potenz demonstrieren wollte. …