Alle Artikel mit dem Schlagwort: Geschichte

Das Potsdam Museum am Alten Markt

Das Potsdam Museum Wer sich für die Geschichte der Stadt Potsdam interessiert, dem möchte ich das „Potsdam Museum“ empfehlen. Man findet es im Alten Rathaus auf dem Alten Markt, direkt gegenüber dem Barberini- und Landtagsneubau. Das denkmalgeschützte Bauensemble bildet mit seinem verglasten Haupteingang und dem modernen Innenausbau einen idealen Rahmen für ein attraktives Stadtmuseum. Nach umfangreichen Umbauten wurde das Haus am 22. September 2013 mit der ständigen Ausstellung „Potsdam, eine Stadt macht Geschichte“ eröffnet. Auf der Webseite des Museum werden über 500 Ausstellungsobjekte auf 800 Quadratmetern Ausstellungsfläche gesprochen, so sachlich das klingt, wenn man durch die Räume läuft wird man überrascht. So viel Potsdamer Geschichte auf einem Fleck, über alle Zeit-Epochen hinweg. Hinzu kommt die wirklich interessante und abwechslungsreiche Inszenierung. So ein Museum gefällt mir. Zum Glück kann ich als Potsdamerin das Museum jederzeit besuchen, denn eine Besichtigung reicht mir einfach nicht. Max Baur Inhaltlich konnte das Potsdam Museum mit seiner Ausstellung über Max Baur in diesem Jahr auch aus dem Schatten des Barberini heraustreten. Wie kein anderer Fotograf Potsdams steht der Name Max Baur (1898–1988) …

Warum gibt es soviel Bombenfunde in Potsdam ?

Fast scheint es normal, dass die Potsdamer Innenstadt wegen eines Bombenfundes stillsteht. Rund um den Sperrkreis wird alles geräumt, Züge, Busse und Bahnen fahren nicht mehr. Über den Liveticker kann man verfolgen, ob es gut geht. Warum aber findet man in Potsdam so viele Bomben aus dem 2. Weltkrieg? Die Nacht von Potsdam Große Teile der Potsdamer Innenstadt wurden beim Luftangriff auf Potsdam, auch als „Nacht von Potsdam“ bezeichnet, zerstört. Der Angriff fand am 14. April 1945 ab 22:16 Uhr statt. 490 schwere viermotorige Lancaster der britischen Royal Air Force warfen ca. 1700 Tonnen Bomben (Sprengbomben, Minenbomben, Brandbomben) ab. 1593 Potsdamer starben bei dem Bombardement oder danach im Flammenmeer, fast 1000 Gebäude in der Innenstadt wurden völlig zerstört und rund 60.000 Menschen wurden obdachlos. Nach alliierten Angaben war der damalige Stadtbahnhof das Hauptangriffsziel. Dieser war aber militärisch uninteressant. Die Menge der Bombenlast, die hohe Anzahl an verwendeten Brandbomben sowie die Markierung der Altstadt als Zielgebiet durch vier Leuchtgranaten – der Bahnhof lag am Rand des Zielgebietes – deuten auf die gezielte Vernichtung der Altstadt hin. Dies wurde durch Unterlagen der Royal …

Das Jan Bouman Museum in Potsdam

Die Meldung in der MAZ im August 2018  (Das Museum im Jan-Bouman-Haus hat mit der Historikern Susanne Marok (42) erstmals seit seiner Eröffnung vor gut 20 Jahren eine hauptberufliche Leiterin. Hans Göbel (66), der Potsdams ältestes Privatmuseum als Vorsitzender des Fördervereins zur Pflege niederländischer Kultur in Potsdam bisher ehrenamtlich führte, bezeichnet die Personalie als „riesigen Meilenstein“. Die halbe Stelle ist Bestandteil einer Vereinbarung der Stadt und des Vereins, nach der der Betrieb des Jan-Bouman-Hauses in diesem Jahr erstmals mit 70 000 Euro gefördert wird.) ist Anlass für die Wiederveröffentlichung eines Beitrages von meinem Blog „Ein zweiter Blick“. Ich habe ihn ein wenig umgeschrieben und die Fotos neu bearbeitet. Sie stammen aus dem Jahr 2014. Besuch des Jan Bouman Hauses in Potsdam  Wenn man durch das Holländische Viertel in Potsdam schlendert, sollte man sich Zeit für das Jan Bouman Haus nehmen, das leider noch oft übersehen wird. Dabei ist das Haus das erste städtische, für Immigranten gebaute Siedlungshaus des 18. Jahrhunderts. Es trägt den Namen des niederländischen Baumeisters Jan Bouman (1706 – 1776), unter dessen Leitung nicht …

Slawendorf in Brandenburg a. d. Havel

Heute gibt es einen Ausflugstipp für die Stadt Brandenburg a.d. Havel. Das Slawendorf Das Schaudorf in Brandenburg an der Havel, das erste seiner Art im Land Brandenburg, entstand zwischen 2004 und 2010. Gemeinsam mit Archäologen, Historikern und Partnern aus Wirtschaft, Museen und Verwaltung errichtete man diesen Nachbau einer historischen Siedlung. Ich bin am Wochenende mit einem Gästeführer durch die Anlage gelaufen und war wirklich beeindruckt. Zusätzlich zu zahlreichen Hütten und Gewerken, gibt es eine Schenke (Snacks und Getränke), Hütten zum Übernachten, Seminarräume und Versammlungsplätze. Das Schaudorf besteht aus insgesamt 11 Hütten, diese können von den Besuchern zu den Öffnungszeiten besichtigt werden. Hier lebten und arbeiteten einst Bäcker, Töpfer, Weber und Zimmermann. Die Hütten sind nach den Ergebnissen von Ausgrabungen, in Größe, Material und Bauart nachgebaut worden. Ich denke, die Fotos geben einen guten Eindruck von der Atmosphäre in dem Dorf.     Schöne Fotomotive Die Slawenschiffe Es gibt zwei nachgebaute Slawenschiffe – die „Dragomira“ ist ein original getreuer Nachbau, das im Rahmen eines Jugendprojektes vor mehr als 15 Jahren begonnen wurde. Nach knapp drei Jahren Bauzeit wurde …

Cecilienhof – Musiknacht der Alliierten

Ein musikalisches Highlight in diesem Frühling/Sommer war die Musiknacht in Cecilienhof. Eine laue Sommernacht, tolle Musik und eine schöne Stimmung. Was will man mehr. Im Programm der Musikfestspiele heißt es ganz sachlich: „Die Potsdamer Konferenz der Siegermächte des 2. Weltkriegs rückte 1945 das Schloss Cecilienhof in den Brennpunkt der Weltgeschichte: Am Konferenztisch in der Großen Halle stellten Stalin, Truman und Churchill damals die Weichen für die Neuordnung Europas. Der Kalte Krieg warf seine Schatten schon voraus, und doch lag so viel Hoffung in der Luft im Sommer 1945. Die Musikfestspiele widmen diesem einmaligen historischen Moment eine Nacht im Sound der Zeit.“ Wir hatten Karten für das Poulenc-Konzert, die Open Air Konzerte konnte man zwischen den Konzerten besuchen. Historischer Speisesaal | 22.00 Uhr Francis Poulenc (1899-1963): Die Geschichte von Babar, dem kleinen Elefanten (1945) erzählt von Annett Renneberg Emi Munakata, Klavier (auf dem Foto) Schlossvorplatz: AMERICAN SWING JAZZ mit Andrej Hermlin and his Swing Dance Orchestra 21.00 – 22.00 Uhr | 22.45 – 0.00 Uhr Andrej Hermlin und sein Swing Orchester. Einfach toll. David Hermlin ist …

Slawendorf in Brandenburg a. d. Havel

Heute gibt es einen Ausflugstipp für die Stadt Brandenburg a.d. Havel. Vielleicht wißt Ihr, dass dort 2015 die BUGA stattfindet und man unternimmt eine Menge um die Stadt attraktiver zu machen. Ich bin gespannt wie es im nächsten Jahr aussehen wird, aber es ist gut, dass es auch andere Dinge anzusehen gibt. Das Slawendorf Brandenburg an der Havel, das erste seiner Art im Land Brandenburg, entstand zwischen 2004 und 2010. Gemeinsam mit Archäologen, Historikern und Partnern aus Wirtschaft, Museen und Verwaltung errichtete man diesen Nachbau einer historischen Siedlung. Ich bin am Wochenende mit einem Gästeführer durch die Anlage gelaufen und war wirklich beeindruckt. Zusätzlich zu zahlreichen Hütten und Gewerken, gibt es eine Schenke (Snacks und Getränke), Hütten zum Übernachten, Seminarräume und Versammlungsplätze.   Das Dorf liegt faktisch im Zentrum der Stadt, mit der Straßenbahn zum Nikolaiplatz und dann läuft man 3 Minuten bis zum Haupteingang. Hier die allgemeinen Angaben: Slawendorf-Brandenburg Neuendorfer Str. 89 c 14770 Brandenburg an der Havel Tel. 0 33 81 – 20 87 40 23 e-mail: brekow@bas-brandenburg.de