Alle Artikel mit dem Schlagwort: Gärten

Der Sizilianische Garten im Park Sanssouci

Der Sizilianische Garten gehört zum Park Sanssouci. Er liegt in der Nähe der Neuen Kammern und unterhalb der Maulbeerallee. Der Garten entstand ab 1856 in mehreren Etappen. Im Gegensatz zu den geschwungenen Linien der Lennéschen Landschaftsgestaltung wurde der Garten mit einer geradlinigen Wegeführung angelegt. Ausnahme bildet der runde Mittelteil, der die beiden anderen Teile duch zwei halbrunde Laubengänge abtrennt. Der Sizilianische Garten verdankt seinen Namen wegen der südländischen Gewächse und den Nachbildunge antiker Skulpturen. Hier ein Blick auf Meleager, die Amazone Mattei, in der Mitte Najade mit Krug, Athena Giustinianai und den Bacchant. Der Garten ist wirklich wunderschön. Ich habe die Fotos an einem frühen Sommerabend gemacht, daher die Schatten. Aber die Stimmung fand ich zu dieser Zeit besonders schön. Das italienische Feeling ist greifbar. Lage Man sieht im Hintergrund die Mühle, daran kann man sich orientieren. Ich würde aber sagen, der Garten liegt neben den Neuen Kammern. Es führt ein Weg direkt dorthin. Anreise Wenn man nicht laufen möchte, dann kann man auch einen Bus nehmen, der allerdings nicht so häufig fährt. Am besten fragt man im Hotel nach oder …

Wandeln in der Bilder – Galerie des Königs

Im Winter habe ich durch die Fenster der Bildergalerie geschaut und mich gewundert warum hier geschlossen ist. So ein Gebäude und niemand kann hinein. Aber wer weiß, dachte ich dann immer, vielleicht steckt garnicht so viel dahinter. Was für ein Irrtum. Hinter der sonnengelben Fassade verbirgt sich eine wunderbare Sammlung von alten Gemälden, präsentiert in einem riesigen Saal, der beim Betreten wie Gold schimmert. Das lag sicher auch an dem tollen Wetter, denn die großen Fenster ließen trotz der Gardinen viel Helligkeit hinein. Genauso wollte es Friedrich II., Potsdam und Sanssouci waren sein Leben und seine Bühne. Schlösser und Gärten so angelegt, dass er sie jederzeit benutzen konnte. So auch die Galerie, die er täglich besuchte und in der er sich, wie man den Unterlagen entnahm, mindestens eine Stunde zum Betrachten der Bilder aufhielt. Vielleicht wollt Ihr mehr über diesen Ort erfahren, dann lest einfach weiter. Und schaut Euch meine Fotos an, die ein wenig von dem Zauber zeigen. Inhalt und Geschichte der Sammlung Die Bildergalerie wurde unter Friedrich II. (dem Großen) in den Jahren 1755–1764 erbaut und …

Polyhymnia & der Marlygarten

Wann immer es möglich ist, nehme ich in Potsdam an Führungen Teil. Dort erfährt man in geballter Form eine Menge zum Thema und bekommt oft Anregungen für weitere Erkundungen. Diesmal war es eine Führung, die im Rahmen der Musikfestspiele Potsdam Sanssouci angeboten wurde. Ich möchte hier vor allem ein paar Fotos zeigen, aber eine kurze historische Einordnung ist sicher hilfreich. Der Marlygarten Man kann den Marlygarten kann als die Keimzelle des Parks von Sanssouci angesehen. Er ist etwa 5 Hektar groß und war einst ein Küchengarten. Friedrich Wilhelm I., der Soldatenkönig, (1688-1740) suchte hier zwischen Obstbäumen, Kohlköpfen, Spargelbeeten und grasenden Kühen gerne Erholung. Dem König in Preußen war alles Französische ein Greul und er verhöhnte den Sonnenkönig, indem er seinen den Küchengarten „Mein Marly“ nannte. Den Garten umgibt eine Mauer, die noch heute erhalten ist. Diese ist von 1714 und damit das älteste Bauwerk in Sanssouci. Rund 100 Jahre blieb es bei der Funktion als Küchengarten, der eher im Verborgenen existierte. Erst ab 1845 ließ der Urgroßneffe des „Alten Fritzens“, König Friedrich Wilhelm IV. seinen „Gartengeneral“ Lenné …

Schloß Cecilienhof – letzter Schlossbau der Hohenzollern

Der letzte Schloßbau der Hohenzollern und von Kaiser Wilhelm II. Schloss Cecilienhof, ein Gebäudeensemble im englischen Landhausstil, entstand in den Jahren 1913–1917 nach Plänen des Architekten Paul Schultze-Naumburg. Es liegt im nördlichen Teil des Neuen Gartens in Potsdam, unweit vom Ufer des Jungfernsees. Der letzte Schlossbau der Hohenzollern wurde unter Kaiser Wilhelm II. für seinen Sohn Kronprinz Wilhelm und dessen Gemahlin Cecilie errichtet. Der mit der Planung und Leitung beauftragte Architekt entwarf nach den Wünschen des Kronprinzenpaars ein Gebäude im Stil englischer Landsitze, inspiriert durch den Cottage-Stil. Backstein und Fachwerkelemente aus dunkler Eiche dominieren die Außenfassaden. Im August 1917 bezog Kronprinzessin Cecilie ihre bereits fertiggestellten Räume, in denen sie im September ihr sechstes Kind, Prinzessin Cecilie, zur Welt brachte. Am 1. Oktober 1917 war der Schlossneubau endgültig beendet. Nach der Abdankung des Kaisers 1918 erhielten Wilhelm und Cecilie das Schloss 1926 vom Staat als Privateigentum zurück. Bis zu seiner Flucht im Jahre 1945 bewohnte das Kronprinzenpaar Cecilienhof. Die Potsdamer Konferenz 1945 enteignete die sowjetische Besatzungsmacht die Familie Hohenzollern entschädigungslos. Im Ehrenhof befindet sich heute auf der Rasenfläche ein gut …

Neobarock und Jugendstil – die Löwenvilla in Potsdam

Nachdem ich bereits über die Skulpturenausstellung in der Löwenvilla berichtet habe, möchte ich heute den Fokus auf die Innenausstattung, soweit sie zugänglich ist, richten. Auf der Webseite der  „Deutschen Stiftung Denkmalschutz“  kann man mehr über die Räume und die Gartenanlagen lesen. Wenn man es dann mit eigenen Augen sieht, ist man wirklich sehr beeindruckt (die Innenausstattung der Villa soll weitgehend erhalten sein). Leider ist die ursprüngliche Gartenanlage nicht mehr erhalten, von der Grotte gibt es zum Beispiel nur noch Fragmente. Trotzdem ist das ganze Anwesen harmonisch angelegt, wunderschön fügt sie sich in den Hang ein, mit Terrasse und Treppe. Natürlich ist das immer Geschmacksache, aber ich mag diesen Mix mit Jugendstil-Elementen. Und mein nächster Besuch ist schon geplant, da entdecke ich bestimmt wieder etwas Neues. Was meint Ihr, gefällt Euch mein Bericht ? Das würde mich freuen. Die Löwen gaben der Villa den Namen   Ein Blick auf die Überbleibsel der Grotte   Innenansichten      

Foto-Spot: Alexandrowka

Friedrich Wilhelm III. und der russische Zar Alexander I. waren innige Freunde. Um dieser Freundschaft Ausdruck zu verleihen und den verstorbenen Zar zu ehren, ließ Friedrich 1826 die russische Kolonie Alexandrowka erbauen. Die im russischen Stil erbauten Holzhäuser waren Heimat von russischen Sängern, die nach der Rückkehr aus dem Krieg als Geschenk des Zaren am königlichen Hof blieben. Die Grünanlagen wurden von Peter Joseph Lenné geplant und sollten den Sängern eine besondere Atmosphäre für Musik und Muße bieten. Heute ist das Ensemble Bestandteil des Weltkulturerbes. Die Blockhäuser auf den insgesamt zwölf Gehöften sind zwar Attrappen, aber dennoch stilecht bis ins Detail. Der Gartenkünstler Peter Joseph Lenné hat die Siedlung in der Form eines russischen Andreaskreuzes entworfen. Preußische Sparsamkeit hat allerdings die Errichtung der Bauten in original Blockhaus-Bauweise verhindert. Stattdessen sind es die damals in Preußen üblichen Fachwerkbauten, die hier mit dunklen Brettern verkleidet wurden. Jedes Gehöft ist von einem großen Garten umgeben, auf dem reichlich Obst und Gemüse angebaut werden kann. Da die ersten Bewohner allesamt russische Sänger im 1. Garderegiment zu Fuß waren, galt …