Alle Artikel mit dem Schlagwort: Denkmalschutz

Blick auf das Museum Barberini

In kurzer Zeit ist das Museum Barberini zum bekanntesten Kunstmuseum Potsdams geworden. Ich bin sicher, dass es im Vorfeld viele Diskussionen gab, aber das Ergebnis ist wirklich gelungen. Und es wird vom Publikum angenommen. Kurze Geschichte des Bauwerkes Das Palais Barberini war ein unter dem preußischen König Friedrich II. nach Entwürfen Carl von Gontards 1771 bis 1772 errichtetes klassizistisch-barockes Bürgerhaus in der Humboldtstraße 5/6 in Potsdam. Seine Hauptfassade ist zum Alten Markt mit dem Potsdamer Stadtschloss und der Nikolaikirche gerichtet. Seinen Namen erhielt das Gebäude nach dem vom König zum Vorbild bestimmten Palazzo Barberini in Rom. Die Potsdamer Nachschöpfung der italienischen Vorlage bildete den monumentalen südöstlichen Abschluss des Alten Marktes und gehörte zusammen mit dem ebenfalls von Gontard entworfenen benachbarten Noackschen Haus Humboldtstraße 4 zu den letzten unter Friedrich II. entstandenen Bauten rund um die Platzanlage. Blick aus dem Museum auf den Alten Markt (Sommer 2017) Blick in den Innenhof Mehr Fotos gibt es hier Das Museum Auf der Seite von Potsdam Tourismus steht folgende Kurzbeschreibung: Mit dem Museum Barberini, getragen von der Hasso Plattner Förderstiftung, gibt es …

Die Potsdamer Löwenvilla

Ich bin noch immer dabei, meine neue Heimatstadt zu erkunden. Das ist viel einfacher als in Berlin, denn die Wege sind kurz und auch wenn man kein festes Ziel hat, entdeckt man wunderschöne und interessante Orte. Wie zum Beispiel die Löwenvilla in Potsdam, einem wundervollen Gebäude mit einer interessanten Geschichte. So war hier war die Bombe versteckt, mit der Claus Graf Schenk von Stauffenberg töten wollte. Sie wurde erst am Tag des Attentats abgeholt. Nach dem Auszug der Familie 1952 wurde die Villa Gästehaus der Pädagogischen Hochschule Potsdam. 1987 erfolgte die Aufnahme in die Denkmalliste.“* Nach der Wende wurde das Eigentum an de Familie zurückgegeben. Durch den Denkmalschutz-Status ist es sicher zu teuer, sie in den ursprünglichen Zustand zu versetzen. Das ist meine Vermutung, denn 1000 Quadratmeter hat die Villa und man kann sie beinahe vollständig zu mieten; nur eines der Zimmer ist vergeben. Nutzung als Internat für Söhne betuchter Adelsfamilien und Gutsbesitzer, nach dem verunglückten Attentat war Potsdam für sie tabu. Es zog ein Altenheim ein, später Menschen auf der Flucht. Als die Familie von der Lancken …

Wiederentdeckt – zwei Ausstellungen aus dem Jahr 1989

1989 – ein entscheidendes Jahr in der ostdeutschen Geschichte und damit natürlich auch für das neue Deutschland, das ein Jahr später ausgerufen wird. Die Ereignisse haben sich damals überschlagen, kam noch vorstellbar heute – 30 Jahre später. Unter dem Namen „Fundstücke aus Brandenburg“ wird im „Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte“ an zwei Ausstellungen aus dem Jahr 1989 erinnert, die fast vergessen waren. Ich habe mir die beiden Ausstellungen schon ansehen und war so beeindruckt, dass ich selbst noch einmal im Zeitungsarchiv nachgeschaut habe und tatsächlich etwas finden konnte. Die Ausstellungsmacher kennen die Sachen sicher, aber ich habe Kopien gemacht und gebe den Umschlag im HBPG ab. Hier zwei Beispiele. Leider habe ich nichts zu „Suchet der Stadt Bestes“ finden können. Suchet der Stadt Bestes – vom 10. September bis 8. Oktober 1989 in der Nikolaikirche Im Sommer 1989 wollten Potsdamer Bürger etwas gegen den Verfall der Stadt und beginnenden Abriß in der Altstadt tun. Noch vor der Wende war es ein Risiko diese Politik zu kritisieren und sie mit einer Ausstellung öffentlich machen. So war es …

Neobarock und Jugendstil – die Löwenvilla in Potsdam

Nachdem ich bereits über die Skulpturenausstellung in der Löwenvilla berichtet habe, möchte ich heute den Fokus auf die Innenausstattung, soweit sie zugänglich ist, richten. Auf der Webseite der  „Deutschen Stiftung Denkmalschutz“  kann man mehr über die Räume und die Gartenanlagen lesen. Wenn man es dann mit eigenen Augen sieht, ist man wirklich sehr beeindruckt (die Innenausstattung der Villa soll weitgehend erhalten sein). Leider ist die ursprüngliche Gartenanlage nicht mehr erhalten, von der Grotte gibt es zum Beispiel nur noch Fragmente. Trotzdem ist das ganze Anwesen harmonisch angelegt, wunderschön fügt sie sich in den Hang ein, mit Terrasse und Treppe. Natürlich ist das immer Geschmacksache, aber ich mag diesen Mix mit Jugendstil-Elementen. Und mein nächster Besuch ist schon geplant, da entdecke ich bestimmt wieder etwas Neues. Was meint Ihr, gefällt Euch mein Bericht ? Das würde mich freuen. Die Löwen gaben der Villa den Namen   Ein Blick auf die Überbleibsel der Grotte   Innenansichten