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So erlebte ich die Osteopathie !

Beitrag zur Blogparade – Wie komplementäre Therapien mein Potential entfaltet haben ?

Etwas sperrig klingt die Frage der Blogparade auf osteopathisch-leben.de, denn ich hätte die Osteopathie spontan nicht so eingeordnet, aber eigentlich stimmt das schon.  Ich möchte hier kurz schildern wie ich zur Osteopathie gekommen bin.

Der Unfall 

Meine Geschichte beginnt mit einem Treppensturz im Urlaub, der mir nicht so dramatisch vorkam. Natürlich will man seinen Freunden den Urlaub nicht verderben und nachdem der Arzt meinte – eine Verstauchung, habe ich den Fuß geschont und mich auf der Sonnenliege entspannt.

Als die Schmerzen nach ein paar Wochen nicht weggegangen waren, habe ich dann doch einen Arzt aufgesucht und die Röntgenaufnahme zeigte einen Mittelfußbruch. Keine große Sache, aber inzwischen war alles schief zusammengewachsen und es blieb nur eine OP. Metallplatte, Entzündung und frühzeitige Entfernung, trugen dazu bei, dass ich seitdem Probleme beim Laufen hatte und mehrfach umknickte und letztendlich auf vereisten Straßenbahnschienen stürzte. Das war vor rund 2 Jahren und alle Versuche zur Wiederherstellung meiner Gesundheit scheiterten.

 

Was ich in dieser Zeit merkwürdig fand, war das Verhalten der Fachleute. Sie haben sich manchmal nicht einmal Zeit genommen, den Fuß abzutasten oder genauer anzusehen. Bestand ich darauf, erntete ich erstaunte Blicke. Am Ende dieses Weges lief mir dann eine Osteopathin über den Weg.

Ich war an diesem Punkt wirklich verzweifelt und hatte die Hoffnung fast aufgegeben. Klingt dramatisch, war es von meinem Standpunkt auch. Trotzdem dauerte es noch ein paar Monate bis ich eine Behandlung begann. Natürlich habe ich nicht erwartete, dass eine Stunde ändern würde was sich in den Jahren zuvor manifestiert hatte. Der falsche Gang, die Schonhaltung und alles was damit zusammenhängt. Sogar meine Schuhe habe ich unter dem Aspekt gekauft, nur keine Schmerzen beim Laufen.

Die Osteopathie – Behandlung beginnt

Mein erster Termin begann mit einem langen Gespräch bei dem ich erklären sollte, was mir weh tat, was ich fühlte usw. Fragen, die mir vorher nicht wirklich gestellt wurden. Ich kam mir wirklich geschwätzig vor. Dann ging es mit der Behandlung los, besser gesagt, ich wurde einer körperlichen Inspektion unterzogen, sollte laufen, mich drehen und stehen. Dabei gab es die ersten Tipps wie ich mich besser bewegen könnte. Dann ging es auf die Liege.

Das Werkzeug einer Osteopathin sind ihre Hände. So kann ein Symptom an einer Stelle des Körpers auf eine ursächliche Dysfunktion an einer ganz anderen Stelle schließen. Diese ganzheitliche Sicht, Seele und Geist, die Zusammenhänge zwischen den verschiedenen körperlichen Geweben und den unterschiedlichen Körpersystemen werden als Wechselwirkung begriffen.

Nach 45 Minuten durfte ich langsam aufstehen und mich erst einmal sammeln. Inzwischen waren fast 60 Minuten vorbei und es gab ein kurzes Abschlußgespräch. Ein Versprechen, dass es sofort besser gehen würde, konnte man mir natürlich nicht geben, nur dass ich mir Zeit geben und nehmen sollte. Ein paar Wochen später könnte ich einen zweiten Termin vereinbaren.

Ich weiß nicht mehr genau wann ich keine Schmerzen mehr hatte, aber es wurde wirklich besser. Vor zwei Wochen bin ich noch einmal in der Praxis gewesen um die Behandlung fortzusetzen.

Mir hat die Osteopathie wirklich sehr geholfen, ich hoffe, dass sich mein körperlicher Zustand langfristig bessert und ich mich wieder normal bewegen kann. Dazu kann ich natürlich auch selbst beitragen, also mache ich einmal ein der Woche einen einstündigen Pilateskurs in Berlin. Mehr wäre besser, aber im Moment ist das zeitlich und finanziell nicht machbar.

Mein Resümee

  • die Oesteopathie hat mir geholfen
  • sie ist keine Geheimwissenschaft
  • Kenntnisse über den ganzen Menschen werden zusammengeführt
  • Vertrauen ist wichtig, ein gutes Gefühl bei der Behandlung muss sein

Vielen Dank an Sandra Hintringer, die diese Blogparade gestartet hat. So habe ich mich mit der Osteopathie genauer beschäftigt. Ich hoffe, mein Beitrag hilft den Patienten und Osteopathen.

Sandra Hintringer hat eine Osteopathie-Praxis in Potsdam. Auf ihrer Webseite findet man viele Tipps zur Osteopathie wie 6 Lebensgewohnheiten, die ich für osteopathisches Leben essentiell empfinde. Als Vorsatz fürs neue Jahr werde ich versuchen, etwas davon zu berücksichtigen. Die Grafiken stammen von ihrer Webseite.

 

*Das Beitragsbild zeigt eine Praxis auf Langeoog.

 

 

 

 

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