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Gesucht: Parkplätze in Potsdam

Wenn man wie ich in der Nähe des Nauener Tor wohnt, kann man jeden Tag die verzweifelte Suche der Autofahrer nach Parkplätzen beobachten. Ich muss sagen, es nervt mich, denn es stehen ja genug Schilder da, die anzeigen, dass hier nichts mehr geht. Aber nein, sie drehen Runde um Runde ohne Erfolg zu haben.

Hier setzt die Idee von „Privatparker“ an, die durch die Erweiterung der Parkraumkapazität stressfreies Parken möglich machen möchten. Denn viele Parkplätze „gehören“ zu Anwohnern. Aber was passiert, wenn die nicht da sind? Nichts, oder ?

Mit freundlicher Genehmigung von Pro Potsdam

Das wollen Janin und Markus Schneider ändern.

Hallo, vielleicht könnt Ihr ein paar Worte zu Euch und der Idee von privatparker.com sagen.

„Wir sind ein junges Ehepaar aus Potsdam (Janin und Markus) und haben eine kleine Tochter. Wir sind beide Berliner und dann nach Potsdam gezogen. Ich habe hier Restaurierung studiert und arbeite freiberuflich in meinem Beruf, den ich sehr liebe. Markus promoviert an der BAM in Berlin.
Ich bin zum Studieren nach Potsdam gezogen, weil mich die lange Fahrt aus Berlin genervt hat und ich Potsdam so schön finde. Klein, aber nicht zu klein. Ich habe während meiner Studienzeit viele Nebenjobs in der Brandenburger Straße gehabt und hab es irgendwann aufgegeben mit Auto zufahren. In Potsdam findet man keinen Parkplatz und vor allem keinen umsonst. Ich kannte ein paar Ecken, aber inzwischen sind auch die bewirtschaftet. Überall stehen Parkautomaten und trotzdem sucht man ewig. Besser wäre es doch wenn die Potsdamer an ihren teuer gemieteten Stellplätzen etwas dazu verdienen können. In der Linnstraße in der Innenstadt gibt es sehr viele freie Stellplätze in den Innenhöfen. Wir haben Anwohner getroffen denen der Stellplatz dort zu teuer ist und lieber eine Anwohnerkarte kaufen. Mit dieser muss der Bewohner aber trotzdem einen freien Stellplatz finden mit einem privaten Stellplatz hätte man am Abend nach der Arbeit immer einen zugesichert. Und wer sich diesen nicht leisten kann, kann es nun mit privatparker.com finanzieren, indem man seinen Parkplatz teilt.“

Wie funktioniert es ?

            + per App
            + direkte Navigation zum Parkplatz
            + es gibt reservierbare Parkplätze für Personen mit Terminen
            + lukrativ für Geschäftsleute, Handwerker, aber auch Touristen
            + einfaches Bezahlsystem (Apple / Google pay / Kreditkarte)
            + der Parksuchverkehr wird durch Direktnavigation deutlich reduziert
            + Potsdamer können sich mit ihrem Parkplatz etwas Geld hinzuverdienen
            + Finanzierung des eigenen Parkplatzes
            + das Geld bleibt bei den Potsdamers selbst, geht an keine großen Konzerne
            + Parkraum Management – bessere Auslastung der Parkräume 
            + weniger „Ressourcenverschwendung“ (Ressource: städtischer Raum)
            + die Parkplätze können vorher reserviert werden, toll für Leute mit Termin
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Eine einfache Idee. Aber man braucht natürlich Parkplätze und die sucht Privatparker.
Das können Parkplätze von Unternehmen sein, die am Wochenende nicht genutzt werden, Parkplätze stehen frei wenn die Bürger arbeiten sind, Urlaub haben, teilweise am Wochenende. Oft stehen in Mietverträgen Stellplätze, die man nicht nutzt (so habe ich zum Beispiel kein Auto). Das ist jetzt nur eine Auswahl um die Idee zu illustrieren.
Die Idee kommt aus Konstanz, wo die Plattform Ende vergangenen Jahres freigeschaltet wurde, in Potsdam könnte es demnächst losgehen. Markus Schneiders Vater kennt den Gründer der Firma in Süddeutschland und hat den Kontakt hergestellt. „Die Idee war einfach zu gut, um sie nicht zu machen“, sagt Markus.
Das bereits ausgearbeitete und in Konstanz demnächst beschrittene zweite Stadium verwandelt den Privatparker zusätzlich in ein mächtiges Werkzeug für den Klimaschutz und die Beschleunigung der Mobilitätswende.
Auch in Potsdam könnte man auf privaten Parkplätzen später eine e-Ladestation setzen, natürlich nur wer das möchte.
Aber im ersten Schritt braucht man Parkplätze und die suchen die Privatparker.
Meldet Euch auf der Webseite, wenn Ihr mitmachen wollt.
Wäre doch super, wenn die erfolglose Herumkurverei in der Stadt entfallen würde. Ich wünsche den beiden viel Erfolg !
PS:
Auch die „Potsdamer Neuesten Nachrichten“ haben über Janin, Markus und ihr Projekt berichtet.
Übrigens arbeiten die beiden mit der Stadt zusammen um die Mobilitätswende voranzubringen.
Unbeauftragte und unbezahlte Werbung !

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