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Exoten im Winterschlaf – Führung durch die Orangerie von Sanssouci

Wie versprochen gibt es heute den ersten Beitrag im Rahmen der „Exotischen Winterbox“.

Es gibt kaum einen besseren Start in die Nebensaison als die Besichtigung der Orangerie.  Gut geschützt überwintern viele exotische Pflanzen in der über 300 Meter langen Halle, die König Friedrich Wilhelm IV. nach eigenen Entwürfen errichten ließ.

Von außen erkennt man die Dimensionen der Orangerie nicht, aber sobald man sie betreten hat, scheint man im Dschungel zu stehen. Grün wohin man schaut, Palmen, die bis an die Decke reichen und riesige Töpfe mit Pflanzen.

 

 

Dazwischen stehen Amphoren und Statuen, die tolle Fotomotive sind. Ich habe inzwischen von Nadine erfahren, dass die Amphoren eigentlich auf dem Dach der Orangerie stehen. Und tatsächlich habe ich einen Beweis gefunden und zwar unter der Überschrift Projekt Reinigung von Terrakotta . Ich setze hier den Link, falls Ihr Euch selbst überzeugen wollt. 

 

Die Statuen stehen ganz am Ende des Mittelganges und warten darauf wieder an ihren angestammten Platz zu kommen. Nachdem ich die Amphoren schnell gefunden hatte, war es mit den Statuen nicht so eindeutig zu lösen. Es gab einen Hinweis auf das Neue Palais, aber man so ganz sicher bin ich nicht. Da ich aber so viele Fotos gemacht habe, könnte ich dazu später noch etwas schreiben. Aber vielleicht weiß hier jemand auch Bescheid ?

Damit man den findet, tragen die Statuen kleine Zettel mit allen wichtigen Angaben (die Töpfe sind numeriert).

Auch ein paar Töpfe mit Granatapfel-Pflanzen findet man in der Halle. Zur Zeit sind sie im Winterschlaf, aber im Sommer sehen sie bestimmt wunderschön aus.

Während der Führung erfährt man viel über die exotischen Gewächse, wie sie in der Halle überleben, die historischen Heizsysteme, die zum Teil bis heute genutzt werden.

Zurück geht es über die Galerie, von der schon der König und seine Besucher auf die Pflanzen schauen konnten.

 

 

Hintergrund zur Orangerie

Das Ensemble entstand in den Jahren zwischen 1851 und 1864. Während der langen Bauphase waren die Architekten Ludwig Persius, August Stüler und Ludwig Ferdinand Hesse mit den Planungen beschäftigt. Der über 300 Meter lange Bau umfasst neben den seitlichen Pflanzenhallen, die dem Überwintern der kälteempfindlichen Kübelpflanzen dienen, ehemalige Herrschafts- und Bedienstetenwohnungen. Auch heute werden diese Wohnungen noch benutzt.

Die Tickets kann man online hier buchen.

Treffpunkt ist im Besucherzentrum an der Historischen Mühle, das gut geheizt ist. Ich glaube man kann dort auch direkt Karten kaufen.
Adresse:
An der Orangerie 1, 14469 Potsdam
Telefon: 0331 9694200
Vielleicht hat hat Euch mein Bericht Lust gemacht, die Orangerie zu besuchen. Falls Ihr noch mehr erfahren wollt, schaut auf die Seite der Potsdam Tourismus.
Viel Spaß und bis bald in Potsdam, Kerstin

3 Kommentare

  1. Cornel sagt

    Sehr schöner Bericht über die Orangerie.
    WAS ich gar nicht wußte: dass selbst Skulpturen und Vasen aus dem Park dort überwintern!

  2. Pingback: Italien in Potsdam – Ein Zweiter Blick

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