Alle Artikel in: Stadtgeschichte

Wie geht es weiter mit der Garnisonkirche ?

In der letzten Zeit sind zwei Gebäude wieder in den Focus der Potsdamer Öffentlichkeit gelangt. Nicht zum ersten und bestimmt nicht zum letzten Mal, denn die Zukunft der Garnisonkirche und die des Kunsthauses Rechenzentrums sind eng miteinander verbunden. Wie sieht es aktuell aus ? Nach der von Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) angestoßenen Kompromisssuche zum Wiederaufbau der Garnisonkirche ist die Zukunft der Kirche wieder unsicher. Schubert hat sich unter anderem für ein Jugendbegegnungszentrum neben dem Kirchturm sowie ein stärkeres inhaltliches Engagement der Stadt für die dort geplante Ausstellung ausgesprochen. Auch Frank Walter Steinmeier begrüßt die Suche nach einem Kompromiss. Was bedeutet das für das Rechenzentrum ? Im Kunsthaus steht einem möglichen Wiederaufbaudes Kirchenschiffs im Weg und „wartet“ auf seinen Abriss. Die zeitliche Begrenzung der Mietverträge ist ein großes Problem, die Nutzung als Kreativzentrum sei nur als Zwischenlösung gedacht, der Abriss lange beschlossen, denn ein Teil des Rechenzentrums steht auf dem Grundstück der Kirche. Eine komplizierte Situation. Blick aus dem Kunsthaus/Rechenzentrum Zahlreiche Künstler arbeiten hier, ihre Kunst stellen sie auch hier aus. Die Gänge des Gebäudes sind lang …

“Der Mensch bezwingt den Kosmos” (1972) – das Mosaik am Rechenzentrum in Potsdam

Ich möchte Euch heute die Besichtigung eines Kunstwerkes aus der ehemaligen DDR empfehlen. Klingt merkwürdig, aber Ihr solltet Euch die Gelegenheit nicht entgehen lassen, denn das Glasmosaik von Fritz Eisel findet man neben der Baustelle zur Garnisonkirche. Das umstrittene Bauwerk wird wieder aufgebaut, die Frage ist was passiert mit dem unter Denkmalschutz stehenden Mosaik. Das Glasmosaik Das 18-teilige Mosaik von Fritz Eisel thematisiert den technischen Fortschritt und den Aufbruch der sozialistischen Gesellschaften ins Weltall. Im Kontext des Kalten Krieges sollte damit die angenommene technische Überlegenheit des Ostblocks gegenüber dem Westen im Wettlauf um das All illustriert werden. Der 2010 gestorbene Kurt Eisel gestaltete das Mosaik anlässlich des Neubaus des Rechenzentrums in den Jahren 1971 und 1972. Der Künstler lebte damals in Potsdam. Später wurde er Professor und Rektor der Dresdner Kunsthochschule. In der Potsdamer Arbeit befasste er sich in den einzelnen Bildtafeln neben den Themen Kosmos, Wissenschaft und Technik insbesondere mit Datenverarbeitung.  Zwei Infotafeln informieren über die Geschichte des Mosaiks an der Fassade. Leider waren sie bei meinem Besuch stark beschädigt. Ich habe sie zwar fotografiert, …