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Archenhold Sternwarte & das längste Linsenfernrohr der Welt

Ich möchte Euch heute mit in die Sternwarte im Berliner Treptower Park nehmen. Warum? Hier gibt es das längste Linsenfernrohr der Erde. Es stammt aus dem vergangenen Jahrhundert und wird mittlerweile nur zu bestimmten Terminen vorgeführt, die man auf der Webseite der Sternwarte findet. Ich konnte im vergangenen Jahr an einer Vorführung außerhalb der normalen Öffnungszeiten in einer kleinen Gruppe teilnehmen und möchte ein paar Bilder diesem Tag zeigen. Das längste bewegliche Linsenfernrohr der Erde ist 21 Meter lang und diese Dimensionen erkennt man besonders auf dem Dach. Weil unsere Gruppe aus einigen Fotografen bestand, gab es Möglichkeit tolle Bilder zu machen, in unserem Fall war es Anfangs noch hell und das wurde genutzt. Danach ging es in die Dauerausstellung und natürlich wurde uns auch der Sternenhimmel gezeigt (kleiner Hinweis – der Sommer empfiehlt sich fürs Sterne gucken nicht so sehr, weil es sehr spät dunkel wird :)) Für Technikfans gibt es tolle Geräte zu sehen.   Den Abschluss bildete das Sterne- bzw. Planeten gucken. Meine Kamera habe ich dabei zur Seite gelegt und mein …

Tagesausflug nach Eberswalde

Tagesausflug nach Eberswalde mit art:berlin und dem Bauhaus-Archiv Berlin Eberswalde? Vielleicht kennt Ihr bisher nur den Zoo, aber in Eberswalde gibt vielmehr zu sehen und selbst der Tagesausflug reicht kaum aus. So liegt der Schwerpunkt dieser liegt auf den Industriedenkmäler der Stadt oder wie es art:Berlin beschreibt: „Seit dem 17.Jahrhundert ist Eberswalde die Wiege der brandenburgischen Industrie. Besonders die Metallverarbeitung hat hier ihr Zuhause. Wir spazieren entlang des Finowkanals und entdecken immer wieder denkmalgepflegte, von der Natur überwachsene Reste frühster Technikgeschichte. Im Anschluss fahren wir zur Werkssiedlung des ehemaligen Messingwerkes mit den legendären Wohnhäusern aus Kupfer, für die Walter Gropius einen Typenentwurf machte. Auch der Besuch des Stadtmuseums mit Einblick in Beispiele der Designgeschichte dieser Region steht auf unserer Agenda. Natürlich darf eine Pause im Stadtcafé am Markt mit regionaltypischer Konditorware nicht fehlen.“ Eberswalde war mein zweiter Tagesausflug mit diesen Veranstaltern (über Halle habe ich hier geschrieben). Damals ging es in Berlin los, diesmal ist der Treffpunkt der Bahnhof Eberswalde. Ich kann mir vorstellen, dass man so auch Interessenten aus der Umgebung oder sogar Eberswalde anspricht. …

Das Jan Bouman Museum in Potsdam

Da ich gerade eine kleine holländische Phase auf dem Blog habe, gibt es etwas aus dem Holländischen Viertel aus Potsdam. Wenn Ihr wieder einmal in Potsdam seit, dann schaut doch einmal in dieses Museum. Es lohnt sich. Das Jan Bouman Haus ist das erste städtische, für Immigranten gebaute Siedlungshaus des 18. Jahrhunderts. Es trägt den Namen des niederländischen Baumeisters Jan Bouman (1706 – 1776), unter dessen Leitung nicht nur das Holländische Viertel, sondern auch zahlreiche Bauwerke in Potsdam und Berlin entstanden. Das Giebelhaus mit seinem typischen Baustil weist, verglichen mit anderen Häusern in diesem Viertel, den größten Bestand originaler Bausubstanz aus der Zeit um 1735 auf. Das restaurierte Ensemble von Vorderhaus, Hof, Fachwerk-Hofgebäude und Hausgarten ist in seiner ursprünglichen Form erlebbar. Mehr zur Geschichte des Holländischen Viertels, des Siedlungshauses in der Mittelstraße 8 und dessen Sanierung in den Jahren 1995–1997 erfahren Sie in der Dauerausstellung unseres 1997 eröffneten Museums. Mit einigen Möbeln und Hausrat aus der Zeit um 1735 ausgestattet, vermittelt unser Museum einen Einblick in die Alltagskultur seiner ersten Bewohner. Zu den Schaustücken gehören auch historische …

Potsdam – Wanderung ins Katharinenholz

Immer wieder bin ich überrascht wie schnell und unkompliziert man die Potsdamer Umgebung erkunden kann. Keine riesigen Entfernungen wie in Berlin, die mich oft abgehalten haben. Jetzt ist mein Motto – spontan sein. Also habe ich zugesagt, als es hies “ wollen wir nicht am Samstag wandern gehen“. Obwohl ich niemanden kannte, habe ich mich in Potsdam-Bornstedt eingefunden und los ging es. 3-4 Stunden waren angedacht, Länge 10 km. An Ende war es fast so, aber vielleicht sollte ich mit dem Anfang beginnen. Unsere Truppe aus 6 Frauen und einem Mann bestehend, machte sich kurz nach 10 Uhr in Richtung Ruinenberg auf den Weg.   Der Ruinenberg Der Ruinenberg ist eine Anhöhe zwischen Potsdam-Bornstedt im Westen und der Potsdamer Jägervorstadt im Osten. Dort lies Friedrich der Große 1748 zur Bewässerung der Fontänen im Park Sanssouci ein Wasserreservoir bauen und mit künstlichen Ruinen als Gestaltungselemente ausschmücken. 1841 beauftragte Friedrich Wilhelm IV. den Gartenarchitekten Peter Joseph Lenné 1841 mit der gärtnerischen Gestaltung des Ruinenberggeländes. Hier gibt es eine der wunderbaren Sichtachse, wobei bei der Erschaffung des Geländes die …

Spaziergänge durch Potsdam – die Friedenskirche

Eigentlich sollte mein neues Jahr am 1. Februar 2018 anfangen, denn am Tag davor endete mein alter Mietvertrag und damit die ganze damit verbundene Arbeit. Leider hatte ich wieder einmal die Menschen unterschätzt, die davon betroffen waren. So gab es Einsprüche und Nacharbeiten. Nun harre ich der Dinge und hoffe auf die Kaution. Um meinen Kopf frei zu bekommen, bin ich an manchen Tagen einfach losgelaufen und habe so schöne Orte entdeckt. Deshalb beginne ich heute eine kleine Reihe unter dem Titel „Spaziergänge durch Potsdam“ und hoffe Euch ein paar Ideen für einen Ausflug nach Potsdam und das Land Brandenburg zu geben. Die Friedenskirche Am Eingang zum Park von Sanssouci liegt in stiller Abgeschiedenheit, das einem italienischen Kloster nachgestaltete, Ensemble der Friedenskirche. Wenn man dort vorbeikommt, bemerkt man es kaum.   Man kann sich der Kirche von verschiedenen Seiten nähern, von der Straße aus oder direkt aus dem Park von Sanssouci aus. Von jedem Standpunkt bieten sich tolle Motive.     Die Marmorgruppe im südlichen Teil des Arkadengangs ist das letzte Werk des Bildhauers Christian …

Spaziergang im Schlosspark Babelsberg

Der Blick vom Schlosspark Babelsberg auf den Tiefen See und den Jungfernsee, die Havel und die berühmte Glienicker Brücke ist einzigartig. Zu verdanken haben wir ihn Peter Joseph Lenné und Fürst von Pückler-Muskau, die dem Park gestalteten.           Mittelpunkt ist das Schloss Babelsberg. Es war mehr als 50 Jahre der Sommersitz Kaiser Wilhelms I. und seiner Gattin Augusta von Sachsen-Weimar. 1833 gab Wilhelm, damals noch Prinz, Karl Friedrich Schinkel den Auftrag zu diesem neogotischen Schloss.         Nach dem Tod Schinkels übernahmen 1841 Ludwig Persius und 1845 Johann Heinrich Strack den Weiterbau des Schlosses. Der Bau ist nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. In diesem Sommer konnte man ihn teilweise im Rahmen einer Ausstellung besuchen, aber für mich war der Park das Highlight.       Auf den zahlreichen Fußwegen im Park öffnen sich immer neue Aussichten auf die Havellandschaft und die Silhouette der Stadt Potsdam. Ein künstliches Wassersystem versorgt die Parkvegetation sowie die künstlichen Seen, Wasserfälle und Bachläufe. Durch den Sturm gab es Schäden im Park, die aber keine …

Schönes Deutschland – Kloster Neuzelle

Die Geschichte des Klosters Neuzelle beginnt am 12. Oktober 1268. Damals vor fast 750 Jahren stiftete der Markgraf von Meißen Heinrich der Erlauchte das Kloster Neuzelle. Später entstand in den Kirchen und der Klosteranlage eine beeindruckende barocke Bilder- und Gedankenwelt: das Barockwunder Brandenburgs.   In der vollständig erhaltenen Klosteranlage bildet die katholische Stiftskirche St. Marien den Mittelpunkt.   Italienische und böhmische Künstler haben ihre Handschrift hinterlassen und ein künstlerisches Gesamtkunstwerk geschaffen, das mit allen Komponenten des süddeutschen Barocks ausgestattet wurde. (http://tourismus.neuzelle.de) Zur Anlage gehören auch ein großer Garten und ein Weinberg. Diesen kleinen Weinberg möchte ich Euch heute vorstellen.       Der  Weinberg entstand 2002 als eine Kompensationsmaßnahme für Bodenversiegelungen und Rodungen, die bei der Sanierung der Neuzeller Klostermauer erfolgten. Die Pflege übernahm ein Verein, er bietet Besuchern Führungen über den Weinberg inklusive Verkostungen und Weinverkauf an.   Den Kloster-Wein gibt es nicht einfach zu kaufen. Wer zu Verkostungen kommt oder sich anmeldet, kann beim Verein eine Flasche erstehen. Während der Führung wurden wir über die Menge der Weinstöcke, die Rebsorten und vieles mehr informiert. Ich …