Alle Artikel in: Berlin

Ein Ausflug nach Königs Wusterhausen

Ich hatte ja bereits erzählt, dass ich meinem Urlaub in der Nähe von Königs Wusterhausen verbracht habe. Heute möchte ich Euch diese Stadt kurz vorstellen. KW wie Königs Wusterhausen oft genannt wird, ist Teil des Berliner S-Bahnringes. Oft denkt man die Stadt gehört zu Berlin, aber das stimmt nicht. Königs Wusterhausen ist Teil des Landes Brandenburg und feiert im nächsten Jahr seinen 700. Geburtstag. Ich möchte Euch nun nicht mit der ganzen Stadtgeschichte langweilen, aber ein Wahrzeichen der Stadt – das Schloss – möchte ich Euch gern vorstellen. Schloss Königs Wusterhausen Diese Schloss gehörte zu den Lieblingsorten des Soldatenkönigs Friedrich Wilhelm I., der oft zur Jagd an diesen Ort kam. Als Kronprinz befehligte er von hier aus sein erstes eigenes Regiment und in KW begann er auch mit der Aufstellung des Bataillons der „Langen Kerls“, so lautete die volkstümliche Bezeichnung für die Potsdamer Leibgarde von König Friedrich Wilhelm I.in Preußen. Das Garderegiment bestand aus 60 Offizieren, 165 Unteroffizieren, 53 Trommlern, 15 Pfeifern, 15 Feldschern [Sanitäter] und 2160 Musketieren, von denen – und das war die …

Baustellenbesuch – der Flughafen BER in Schönefeld

Ich bin wirklich gespannt wie es mit dem Flughafen BER weitergeht. In dieser Woche wurde gemeldet, dass es vielleicht doch nichts mit 2017 wird. Mir ist das inzwischen unheimlich, denn auf dem Flughafen sieht es schon sehr gut aus. Und zum Thema Brandschutz: ist Deutschland das einzige Land, dass Probleme mit dem EU-Richtlinien hat ? Ich kann es mir eigentlich nicht vorstellen. Hier mein Bericht über  einem der tollen Sommertage in Berlin und Brandenburg. Seit 25 Jahren gibt es die Brandenburgischen Sommerkonzerte und zum zweiten Mal trat man auf der Baustelle der Flughafen BER auf. Eine tolle Kulisse und ein Supersound für das Deutsches Symphonie-Orchester Berlin unter der Leitung Tugan Sokhiev und Jan Lisiecki am Klavier. Per Shuttle vom S-Bahnhof Schönefeld ging es zum BER-Flughafen wo man sich Informieren konnte, aber auch Zeit zum Essen und Trinken hatte. Mich hätte gern eine Rundfahrt mitgemacht, aber die Karten waren leider schon ausverkauft. Aber auch so konnte man sich viel ansehen wie die Fotos zeigen. Außerdem bestand die Möglichkeit die neue Abfertigungshalle zu besichtigen.  Das Sommerkonzert fand unter dem Dach der Eingangshalle …

Wiederentdeckt – zwei Ausstellungen aus dem Jahr 1989

1989 – ein entscheidendes Jahr in der ostdeutschen Geschichte und damit natürlich auch für das neue Deutschland, das ein Jahr später ausgerufen wird. Die Ereignisse haben sich damals überschlagen, kam noch vorstellbar heute – 30 Jahre später. Unter dem Namen „Fundstücke aus Brandenburg“ wird im „Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte“ an zwei Ausstellungen aus dem Jahr 1989 erinnert, die fast vergessen waren. Ich habe mir die beiden Ausstellungen schon ansehen und war so beeindruckt, dass ich selbst noch einmal im Zeitungsarchiv nachgeschaut habe und tatsächlich etwas finden konnte. Die Ausstellungsmacher kennen die Sachen sicher, aber ich habe Kopien gemacht und gebe den Umschlag im HBPG ab. Hier zwei Beispiele. Leider habe ich nichts zu „Suchet der Stadt Bestes“ finden können. Suchet der Stadt Bestes – vom 10. September bis 8. Oktober 1989 in der Nikolaikirche Im Sommer 1989 wollten Potsdamer Bürger etwas gegen den Verfall der Stadt und beginnenden Abriß in der Altstadt tun. Noch vor der Wende war es ein Risiko diese Politik zu kritisieren und sie mit einer Ausstellung öffentlich machen. So war es …

Neuer Info-Pfad – Stelen erinnern an die DDR-Grenze am Potsdamer Jungfernsee

Der Bereich zwischen der Glienicker Brücke und Cecilienhof im Neuen Garten zählt zu den beliebtesten Ausflugszielen in Potsdam. Nur wenig erinnert heute noch daran, dass hier die Grenze zwischen der DDR und West-Berlin verlief. Nun gibt es einen Geschichtspfad mit acht Stelen, der über das ehemalige DDR-Sperrgebiet informiert. Eröffnet wurde die Ausstellung mit dem Titel „Achtung Grenze. Das Sperrgebiet der DDR in Potsdam 1961-1989“ am 10. April 2019. Die acht 1,80 Meter hohen Stelen, zwischen der Glienicker Brücke bis zur Bertinistraße, informieren mit deutschen und englischen Kurz-Texten und historischen Bildern über die bis 1990 hier entlang verlaufene Grenze zwischen der DDR und Berlin (West). „Von der Glienicker Brücke aus konnte man bisher den Grenzverlauf nur noch ahnen. Es gab kaum noch Spuren von der Teilung, nichts was an die Zeit zwischen 1945 und 1990 erinnerte. So entwickelten sieben Personen 2011 die Idee eines Info-Pfads“ so Frank Bösch, Direktor des ZZF Potsdam, in seiner Begrüßungsrede. „Der Erinnerungspfad informiert über den Aufbau und die Entwicklung der Sperranlagen, thematisiert das Leben im Grenzgebiet, die Umnutzung der Villen und …

Kurzurlaub im „Alten Hof am Elbdeich“

Die Prignitz ist eine wunderschöne Region im Land Brandenburg, die ich im letzten Herbst besser kennengelernt habe. Unbesandten in der Prignitz Unbesandten in der Prignitz, Einwohner 36, Lage im Biosphärenreservat „Flusslandschaft Elbtalaue“, direkt am Elbdeich. Mit dem Kauf des Hotels und Restaurants „Alter Hof am Elbdeich“ begann 2010 die Erfolgsgeschichte von Annett Senst und Dirk Wolters, den Eigentümern des Hotel und Restaurant „Alter Hof am Elbdeich“. Das Ehepaar wollte sich unbedingt selbstständig machen und der Zufall brachte sie mit dem Alten Hof zusammen, den sie kauften. Damals war der „Alte Hof“ in keinem guten Zustand, die Gäste sind ausgeblieben. Nach dem Kauf begannen sie sofort mit der Umgestaltung des Hofes. Die Einrichtung wurde erneuert und eine neue Küche eingeführt. Ihr Konzept – regional, saisonal. Eine Besonderheit Ayurveda. Annette Senst ist gelernte Köchin, aber in der Küche spielt ihr Mann eine große Rolle. Er ist experimentierfreudig und hat immer wieder neue Idee. So bleibt das Angebot immer interessant. Auffällig ist der Zusammenhalt der Mitarbeiter, eine Gemeinschaft, die für den „Alten Hof“ wichtig ist. Von Anfang wurde Wert darauf gelegt, …