Alle Artikel in: Schlösser & Gärten

Ein Ausflug nach Königs Wusterhausen

Ich hatte ja bereits erzählt, dass ich meinem Urlaub in der Nähe von Königs Wusterhausen verbracht habe. Heute möchte ich Euch diese Stadt kurz vorstellen. KW wie Königs Wusterhausen oft genannt wird, ist Teil des Berliner S-Bahnringes. Oft denkt man die Stadt gehört zu Berlin, aber das stimmt nicht. Königs Wusterhausen ist Teil des Landes Brandenburg und feiert im nächsten Jahr seinen 700. Geburtstag. Ich möchte Euch nun nicht mit der ganzen Stadtgeschichte langweilen, aber ein Wahrzeichen der Stadt – das Schloss – möchte ich Euch gern vorstellen. Schloss Königs Wusterhausen Diese Schloss gehörte zu den Lieblingsorten des Soldatenkönigs Friedrich Wilhelm I., der oft zur Jagd an diesen Ort kam. Als Kronprinz befehligte er von hier aus sein erstes eigenes Regiment und in KW begann er auch mit der Aufstellung des Bataillons der „Langen Kerls“, so lautete die volkstümliche Bezeichnung für die Potsdamer Leibgarde von König Friedrich Wilhelm I.in Preußen. Das Garderegiment bestand aus 60 Offizieren, 165 Unteroffizieren, 53 Trommlern, 15 Pfeifern, 15 Feldschern [Sanitäter] und 2160 Musketieren, von denen – und das war die …

Ein Blick ins Schloss Sanssouci

Das bekanntes Schloss in Potsdam ist natürlich Sanssouci. Als Kind bin ich oft mit meinen Eltern dort gewesen und ich erinnere mich noch an die großen Latschen mit denen man über das Parkett schlittern konnte. Und die Pracht, alles glänzte und glitzerte, Gold wohin man sah. Nach der Wende war ich zwar im Park unterwegs, aber nie im Schloss. Das hat sich jetzt geändert. Oft gehe ich im Park spazieren, schaue mir die Gärten an und genieße die Schönheit. Die Schlossbesichtigung Ich bin mit der letzten Führung durch die Räume gelaufen, daher sind die Fotos recht dunkel. Natürlich durch man kein Blitzgerät benutzen und braucht eine Fotoerlaubnis. Die kostet 3 Euro und gilt für einen Tag. Man kann damit also mehrere Gebäude/Schlösser in Potsdam fotografieren. Eine Führung dauert 40 Minuten, der Eintritt kostet 12 Euro, und wenn man fotografieren möchte, auch nur mit dem Handy, kostet es 3 Euro. Die Informationen während der Führung waren interessant, man konnte immer Fragen stellen. Mir hat es gefallen. Das Schloss Sanssouci Ein Schloss für die Sommerfrische, ein Ort …

Der Sizilianische Garten im Park Sanssouci

Der Sizilianische Garten gehört zum Park Sanssouci. Er liegt in der Nähe der Neuen Kammern und unterhalb der Maulbeerallee. Der Garten entstand ab 1856 in mehreren Etappen. Im Gegensatz zu den geschwungenen Linien der Lennéschen Landschaftsgestaltung wurde der Garten mit einer geradlinigen Wegeführung angelegt. Ausnahme bildet der runde Mittelteil, der die beiden anderen Teile duch zwei halbrunde Laubengänge abtrennt. Der Sizilianische Garten verdankt seinen Namen wegen der südländischen Gewächse und den Nachbildunge antiker Skulpturen. Hier ein Blick auf Meleager, die Amazone Mattei, in der Mitte Najade mit Krug, Athena Giustinianai und den Bacchant. Der Garten ist wirklich wunderschön. Ich habe die Fotos an einem frühen Sommerabend gemacht, daher die Schatten. Aber die Stimmung fand ich zu dieser Zeit besonders schön. Das italienische Feeling ist greifbar. Lage Man sieht im Hintergrund die Mühle, daran kann man sich orientieren. Ich würde aber sagen, der Garten liegt neben den Neuen Kammern. Es führt ein Weg direkt dorthin. Anreise Wenn man nicht laufen möchte, dann kann man auch einen Bus nehmen, der allerdings nicht so häufig fährt. Am besten fragt man im Hotel nach oder …

Wandeln in der Bilder – Galerie des Königs

Im Winter habe ich durch die Fenster der Bildergalerie geschaut und mich gewundert warum hier geschlossen ist. So ein Gebäude und niemand kann hinein. Aber wer weiß, dachte ich dann immer, vielleicht steckt garnicht so viel dahinter. Was für ein Irrtum. Hinter der sonnengelben Fassade verbirgt sich eine wunderbare Sammlung von alten Gemälden, präsentiert in einem riesigen Saal, der beim Betreten wie Gold schimmert. Das lag sicher auch an dem tollen Wetter, denn die großen Fenster ließen trotz der Gardinen viel Helligkeit hinein. Genauso wollte es Friedrich II., Potsdam und Sanssouci waren sein Leben und seine Bühne. Schlösser und Gärten so angelegt, dass er sie jederzeit benutzen konnte. So auch die Galerie, die er täglich besuchte und in der er sich, wie man den Unterlagen entnahm, mindestens eine Stunde zum Betrachten der Bilder aufhielt. Vielleicht wollt Ihr mehr über diesen Ort erfahren, dann lest einfach weiter. Und schaut Euch meine Fotos an, die ein wenig von dem Zauber zeigen. Inhalt und Geschichte der Sammlung Die Bildergalerie wurde unter Friedrich II. (dem Großen) in den Jahren 1755–1764 erbaut und …

Veranstaltungen der Schlösserstiftung zu „Italien in Potsdam“

Man kann auf der Seite der SPSG einen Überblick über die Veranstaltungen finden. Ich poste hier die Termine von Ende Juni bis zum Jahresende.  Potsdam ist italienisch. Und so präsentiert sich das „Preußische Arkadien“ mit seinen Schlössern und Gärten in diesem Jahr von seiner schönsten Seite. Anlass für das Themenjahr „Italien in Potsdam“, an dem sich die Stadt Potsdam, das Museum Barberini und die SPSG beteiligen, ist die Ausstellung „Wege des Barock. Die Nationalgalerien Barberini Corsini in Rom“ im Museum Barberini vom 13. Juli bis zum 6. Oktober 2019. Phantasievolle Liebhaber Verwandlungsgeschichten der antiken Götterwelt. Führung durch die Ovidgalerie mit Schlossassistentin Nadine Löffler 30. Juni 2019, 15 Uhr, Neue Kammern Park Sanssouci Treffpunkt: Schlosskasse Quattro Stazioni Gartenführung mit Barbara Feldt 7. Juli 2019 Schlossgarten Glienicke mit Casino, Königsstraße 3, 14109 Berlin Endlich in Italien Lesung aus den Reiseberichten Friedrich Wilhelms IV. 7. Juli 2019 Römische Bäder im Park Sanssouci, 14471 Potsdam Ausflug nach Italien Eine ganz besondere Führung durch das Orangerieschloss im Park Sanssouci In einfacher Sprache mit Beschäftigten der Oberlin-Werkstatten Potsdam jeden 1. Mittwoch von Juni bis …

Polyhymnia & der Marlygarten

Wann immer es möglich ist, nehme ich in Potsdam an Führungen Teil. Dort erfährt man in geballter Form eine Menge zum Thema und bekommt oft Anregungen für weitere Erkundungen. Diesmal war es eine Führung, die im Rahmen der Musikfestspiele Potsdam Sanssouci angeboten wurde. Ich möchte hier vor allem ein paar Fotos zeigen, aber eine kurze historische Einordnung ist sicher hilfreich. Der Marlygarten Man kann den Marlygarten kann als die Keimzelle des Parks von Sanssouci angesehen. Er ist etwa 5 Hektar groß und war einst ein Küchengarten. Friedrich Wilhelm I., der Soldatenkönig, (1688-1740) suchte hier zwischen Obstbäumen, Kohlköpfen, Spargelbeeten und grasenden Kühen gerne Erholung. Dem König in Preußen war alles Französische ein Greul und er verhöhnte den Sonnenkönig, indem er seinen den Küchengarten „Mein Marly“ nannte. Den Garten umgibt eine Mauer, die noch heute erhalten ist. Diese ist von 1714 und damit das älteste Bauwerk in Sanssouci. Rund 100 Jahre blieb es bei der Funktion als Küchengarten, der eher im Verborgenen existierte. Erst ab 1845 ließ der Urgroßneffe des „Alten Fritzens“, König Friedrich Wilhelm IV. seinen „Gartengeneral“ Lenné …

Mondnacht im Belvedere auf dem Pfingstberg

In diesem Jahr habe ich es endlich geschafft die Mondnacht auf dem Pfingstberg zu erleben. Die Beschreibung auf der Webseite macht neugierig. „Das Schloss Belvedere im Mondschein ist ein wahrhaft romantisches Erlebnis: Beobachten Sie die Mond-Spiegelungen im Wasserbecken und den leisen Flug der Fledermäuse bei Musik und einem Glas Wein. Der Förderverein Pfingstberg e.V. es an fast allen dem Vollmond am nächsten liegenden Freitagen von Mai bis September. Potsdams schönste Aussicht lässt sich in der Dämmerung erleben, und nach Einbruch der Dunkelheit lädt das Belvedere zum einem Blick in die Sterne ein. Die Mitglieder des Förderverein Pfingstberg bieten Getränke und herzhaftes Gebäck an. Eintritt: 4,50 / ermäßigt 3,50 € (Tickets ausschließlich an der Abendkasse)“   Und es war tatsächlich so, obwohl sich der Mond erst spät sehen lies. Ausgerechnet an diesem Tag war es etwas diesig, aber das hat der Stimmung keinen Abbruch getan und die Sicht zum Fernsehturm war tatsächlich gut. Man konnte sich auf dem Schloß frei bewegen, die Türme hinaufsteigen oder auch am Wasserbecken sitzen und der Musik lauschen. Es gab Weißwein, …