Alle Artikel in: Parks & Gärten

Faszination Orchideen

An diesem trüben Wochenende konnte man im Botanischen Garten von Potsdam die wunderbare Blütenpracht der Orchideen bewundern. Es gab auch die Möglichkeit diverse Exemplare in allen Größen und Farben käuflich zu erwerben und der Berliner Gruppe der Deutschen Orchideen-Gesellschaft Fragen zur Pflege und Haltung der Pflanzen stellen. Natürlich wollte ich unbedingt fotografieren, aber durch die hohe Luftfeuchtigkeit beschlugen alle Objektive und Gläser, also habe ich zunächst mit dem Handy fotografiert. Die Ausstellungsräume haben verschiedene Schwerpunkte, so kann man neben den Orchideen, Farne, Kakteen und auch Seerosen bewundern. Der Botanische Garten ist täglich geöffnet, die Gewächshäuser im Winter von 9:30 – 16:00 Uhr. Es gibt regelmäßig besondere Veranstaltungen und Ausstellungen wie im Februar einen Lichtbildervortrag von Prof. Dr. Klaus Klopfer zum Thema“Die Pflanzenwelt der Mittelmeerinseln“ (mehr dazu in der Infobox am Ende des Artikels). Aber zurück zu den Orchideen. Nachdem sich die Objektive an die hohe Luftfeuchtigkeit gewöhnt haben, machte das Fotografieren viel Spaß. Ein paar Bilder möchte ich Euch jetzt zeigen. Beim nächsten Besuch nehme ich wahrscheinlich mein Macroobjektiv mit. Aber genug davon. Viel Spaß …

Exoten im Winterschlaf – Führung durch die Orangerie von Sanssouci

Wie versprochen gibt es heute den ersten Beitrag im Rahmen der „Exotischen Winterbox“. Es gibt kaum einen besseren Start in die Nebensaison als die Besichtigung der Orangerie.  Gut geschützt überwintern viele exotische Pflanzen in der über 300 Meter langen Halle, die König Friedrich Wilhelm IV. nach eigenen Entwürfen errichten ließ. Von außen erkennt man die Dimensionen der Orangerie nicht, aber sobald man sie betreten hat, scheint man im Dschungel zu stehen. Grün wohin man schaut, Palmen, die bis an die Decke reichen und riesige Töpfe mit Pflanzen.     Dazwischen stehen Amphoren und Statuen, die tolle Fotomotive sind. Ich habe inzwischen von Nadine erfahren, dass die Amphoren eigentlich auf dem Dach der Orangerie stehen. Und tatsächlich habe ich einen Beweis gefunden und zwar unter der Überschrift Projekt Reinigung von Terrakotta . Ich setze hier den Link, falls Ihr Euch selbst überzeugen wollt.    Die Statuen stehen ganz am Ende des Mittelganges und warten darauf wieder an ihren angestammten Platz zu kommen. Nachdem ich die Amphoren schnell gefunden hatte, war es mit den Statuen nicht so eindeutig …

Schloß Cecilienhof – letzter Schlossbau der Hohenzollern

Der letzte Schloßbau der Hohenzollern und von Kaiser Wilhelm II. Schloss Cecilienhof, ein Gebäudeensemble im englischen Landhausstil, entstand in den Jahren 1913–1917 nach Plänen des Architekten Paul Schultze-Naumburg. Es liegt im nördlichen Teil des Neuen Gartens in Potsdam, unweit vom Ufer des Jungfernsees. Der letzte Schlossbau der Hohenzollern wurde unter Kaiser Wilhelm II. für seinen Sohn Kronprinz Wilhelm und dessen Gemahlin Cecilie errichtet. Der mit der Planung und Leitung beauftragte Architekt entwarf nach den Wünschen des Kronprinzenpaars ein Gebäude im Stil englischer Landsitze, inspiriert durch den Cottage-Stil. Backstein und Fachwerkelemente aus dunkler Eiche dominieren die Außenfassaden. Im August 1917 bezog Kronprinzessin Cecilie ihre bereits fertiggestellten Räume, in denen sie im September ihr sechstes Kind, Prinzessin Cecilie, zur Welt brachte. Am 1. Oktober 1917 war der Schlossneubau endgültig beendet. Nach der Abdankung des Kaisers 1918 erhielten Wilhelm und Cecilie das Schloss 1926 vom Staat als Privateigentum zurück. Bis zu seiner Flucht im Jahre 1945 bewohnte das Kronprinzenpaar Cecilienhof. Die Potsdamer Konferenz 1945 enteignete die sowjetische Besatzungsmacht die Familie Hohenzollern entschädigungslos. Im Ehrenhof befindet sich heute auf der Rasenfläche ein gut …

Neobarock und Jugendstil – die Löwenvilla in Potsdam

Nachdem ich bereits über die Skulpturenausstellung in der Löwenvilla berichtet habe, möchte ich heute den Fokus auf die Innenausstattung, soweit sie zugänglich ist, richten. Auf der Webseite der  „Deutschen Stiftung Denkmalschutz“  kann man mehr über die Räume und die Gartenanlagen lesen. Wenn man es dann mit eigenen Augen sieht, ist man wirklich sehr beeindruckt (die Innenausstattung der Villa soll weitgehend erhalten sein). Leider ist die ursprüngliche Gartenanlage nicht mehr erhalten, von der Grotte gibt es zum Beispiel nur noch Fragmente. Trotzdem ist das ganze Anwesen harmonisch angelegt, wunderschön fügt sie sich in den Hang ein, mit Terrasse und Treppe. Natürlich ist das immer Geschmacksache, aber ich mag diesen Mix mit Jugendstil-Elementen. Und mein nächster Besuch ist schon geplant, da entdecke ich bestimmt wieder etwas Neues. Was meint Ihr, gefällt Euch mein Bericht ? Das würde mich freuen. Die Löwen gaben der Villa den Namen   Ein Blick auf die Überbleibsel der Grotte   Innenansichten      

Die Potsdamer Löwenvilla wird zur Galerie

Skulpturen der Galerie Schmalfuß in der Löwenvilla Die Löwenvilla ist ein geschichtsträchtiger Ort und ein wundervolles Gebäude mit einem schönen Garten. Mit Worten kann man es kaum beschreiben und an einem Sommertag fühlt man sich wie in Italien. Ich werde auf jeden Fall noch etwas zur Villa schreiben, die man eigentlich nicht besichtigen kann. Zum einen steht sie unter Denkmalschutz und zum anderen gibt es dort wohl noch Bewohner. Allerdings bietet sich zur Zeit eine seltene Gelegenheit einen kurzen Blick auf den Garten und ein paar Räume zu werfen, denn die Galerie Schmalfuß aus Berlin stellt dort 40 Skulpturen aus. Vor Mosaiken, Spiegeln, Stuck und Marmor und im großen Garten der Villa präsentiert der Galerist Wolfgang Schmalfuß zeitgenössischen Arbeiten von 13 Künstlern. Die Skulpturen Bereits im Eingangsbereich der Villa empfängt den Besucher eine Gruppe von 12 Holzfiguren von Bildhauerin Christiane Erdmann. Mit „Shakespeares Sonette“ hat sie Robert Wilsons Inszenierung der Sonette am Berliner Ensemble nachempfunden.   Die meisten Kunstwerke stehen im Garten, der terrassenförmig angelegt ist. Zu dem Künstlern, die man bewundern kann, gehören zum Beispiel Trak Wendisch, …

Potsdam – Wanderung ins Katharinenholz

Immer wieder bin ich überrascht wie schnell und unkompliziert man die Potsdamer Umgebung erkunden kann. Keine riesigen Entfernungen wie in Berlin, die mich oft abgehalten haben. Jetzt ist mein Motto – spontan sein. Also habe ich zugesagt, als es hies “ wollen wir nicht am Samstag wandern gehen“. Obwohl ich niemanden kannte, habe ich mich in Potsdam-Bornstedt eingefunden und los ging es. 3-4 Stunden waren angedacht, Länge 10 km. An Ende war es fast so, aber vielleicht sollte ich mit dem Anfang beginnen. Unsere Truppe aus 6 Frauen und einem Mann bestehend, machte sich kurz nach 10 Uhr in Richtung Ruinenberg auf den Weg. Der Ruinenberg Der Ruinenberg ist eine Anhöhe zwischen Potsdam-Bornstedt im Westen und der Potsdamer Jägervorstadt im Osten. Dort lies Friedrich der Große 1748 zur Bewässerung der Fontänen im Park Sanssouci ein Wasserreservoir bauen und mit künstlichen Ruinen als Gestaltungselemente ausschmücken. 1841 beauftragte Friedrich Wilhelm IV. den Gartenarchitekten Peter Joseph Lenné 1841 mit der gärtnerischen Gestaltung des Ruinenberggeländes. Hier gibt es eine der wunderbaren Sichtachse, wobei bei der Erschaffung des Geländes die Bäume …

Foto-Spot: Alexandrowka

Friedrich Wilhelm III. und der russische Zar Alexander I. waren innige Freunde. Um dieser Freundschaft Ausdruck zu verleihen und den verstorbenen Zar zu ehren, ließ Friedrich 1826 die russische Kolonie Alexandrowka erbauen. Die im russischen Stil erbauten Holzhäuser waren Heimat von russischen Sängern, die nach der Rückkehr aus dem Krieg als Geschenk des Zaren am königlichen Hof blieben. Die Grünanlagen wurden von Peter Joseph Lenné geplant und sollten den Sängern eine besondere Atmosphäre für Musik und Muße bieten. Heute ist das Ensemble Bestandteil des Weltkulturerbes. Die Blockhäuser auf den insgesamt zwölf Gehöften sind zwar Attrappen, aber dennoch stilecht bis ins Detail. Der Gartenkünstler Peter Joseph Lenné hat die Siedlung in der Form eines russischen Andreaskreuzes entworfen. Preußische Sparsamkeit hat allerdings die Errichtung der Bauten in original Blockhaus-Bauweise verhindert. Stattdessen sind es die damals in Preußen üblichen Fachwerkbauten, die hier mit dunklen Brettern verkleidet wurden. Jedes Gehöft ist von einem großen Garten umgeben, auf dem reichlich Obst und Gemüse angebaut werden kann. Da die ersten Bewohner allesamt russische Sänger im 1. Garderegiment zu Fuß waren, galt …

Herbst – Spaziergang im Schlosspark Babelsberg

Der Park im Herbst 2017 Der Blick vom Schlosspark Babelsberg auf den Tiefen See und den Jungfernsee, die Havel und die berühmte Glienicker Brücke ist einzigartig. Zu verdanken haben wir ihn Peter Joseph Lenné und Fürst von Pückler-Muskau, die dem Park gestalteten. Mittelpunkt ist das Schloss Babelsberg. Es war mehr als 50 Jahre der Sommersitz Kaiser Wilhelms I. und seiner Gattin Augusta von Sachsen-Weimar. 1833 gab Wilhelm, damals noch Prinz, Karl Friedrich Schinkel den Auftrag zu diesem neogotischen Schloss.       Nach dem Tod Schinkels übernahmen 1841 Ludwig Persius und 1845 Johann Heinrich Strack den Weiterbau des Schlosses. Der Bau ist nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. In diesem Sommer konnte man ihn teilweise im Rahmen einer Ausstellung besuchen, aber für mich war der Park das Highlight. Auf den zahlreichen Fußwegen im Park öffnen sich immer neue Aussichten auf die Havellandschaft und die Silhouette der Stadt Potsdam. Ein künstliches Wassersystem versorgt die Parkvegetation sowie die künstlichen Seen, Wasserfälle und Bachläufe. Durch den Sturm gab es Schäden im Park, die aber keine Einschränkung darstellen. An den …