Alle Artikel in: Museum

Das Museumshaus „Im Güldenen Arm“

Das Museumshaus „Im Güldenen Arm“ ist das älteste original restaurierte Haus der zweiten Potsdamer Stadterweiterung. Obwohl es im Stadtzentrum liegt, in einer Querstraße der Brandenburger Straße, scheint das Museumshaus etwas in Vergessenheit geraten zu sein. Zu Unrecht, denn das Haus besteht aus Fachwerk und ist damit das Einzige, das in dieser Bauart in Potsdam erhalten geblieben ist. Besonders auffällig ist die Eingangstür.

Besuch im Industriemuseum Brandenburg

In meiner Reihe über Museen möchte ich heute das Industriemuseum meiner Heimatstadt Brandenburg an der Havel vorstellen. Das frühere Stahl-und Walzwerk war zu DDR einer der größten Arbeitgeber der Stadt und auch deshalb bekannt, weil Manfred Krug dort gearbeitet hat. Heute ist es ein Industriedenkmal, in den man sich frei bewegen kann. Es gibt Stiegen, Leitern und Arbeitsbrücken – fast alles zugänglich, wenn man keine Höhenangst hat 🙂

Frenkel

Ausstellung-Tipp: Potsdam unter dem Roten Stern 1945 – 1994

Potsdam unter dem Roten Stern – Hinterlassenschaften der sowjetischen Besatzungsmacht 1945 bis 1994 In diesem Jahr gibt es ein Jubiläum, das eng mit der friedlichen Revolution 1989 verbunden ist – den Abzug der sowjetischen bzw. russischen Truppen aus Potsdam im Jahr 1994. Das ist inzwischen 25 Jahre her und der Anlass für diese Ausstellung, womit das Potsdam Museum eine Forschungslücke in den Blick rückt. Denn immerhin dauerte die Anwesenheit der Armee in der Stadt 50 Jahre, aber über deren Gliederungen und die räumliche Verteilung auf dem Stadtgebiet ist bis heute nur wenig bekannt. 25 Jahre nach dem Abzug der Truppen aus Potsdam präsentiert das Potsdam Museum erstmals eine Auswahl aus den mehr als 1.500 in den Kasernen geborgenen Fundstücken. Diese Fundstücke zeigen eine andere Seite der „Besatzer“, Dinge, die in der Öffentlichkeit nicht bekannt wurden (werden sollten ?). Es ist ein Wunder, dass man diese Dinge retten konnte, sie nicht im Strudel der Zeitenwende verschwunden sind. Während der Führung war die Begeisterung der Ausstellungsmacher zu spüren, die zu vielen Ausstellungsstücken eine Geschichte erzählen können. Mir …

Blick auf das Museum Barberini

In kurzer Zeit ist das Museum Barberini zum bekanntesten Kunstmuseum Potsdams geworden. Ich bin sicher, dass es im Vorfeld viele Diskussionen gab, aber das Ergebnis ist wirklich gelungen. Und es wird vom Publikum angenommen. Kurze Geschichte des Bauwerkes Das Palais Barberini war ein unter dem preußischen König Friedrich II. nach Entwürfen Carl von Gontards 1771 bis 1772 errichtetes klassizistisch-barockes Bürgerhaus in der Humboldtstraße 5/6 in Potsdam. Seine Hauptfassade ist zum Alten Markt mit dem Potsdamer Stadtschloss und der Nikolaikirche gerichtet. Seinen Namen erhielt das Gebäude nach dem vom König zum Vorbild bestimmten Palazzo Barberini in Rom. Die Potsdamer Nachschöpfung der italienischen Vorlage bildete den monumentalen südöstlichen Abschluss des Alten Marktes und gehörte zusammen mit dem ebenfalls von Gontard entworfenen benachbarten Noackschen Haus Humboldtstraße 4 zu den letzten unter Friedrich II. entstandenen Bauten rund um die Platzanlage. Blick aus dem Museum auf den Alten Markt (Sommer 2017) Blick in den Innenhof Mehr Fotos gibt es hier Das Museum Auf der Seite von Potsdam Tourismus steht folgende Kurzbeschreibung: Mit dem Museum Barberini, getragen von der Hasso Plattner Förderstiftung, gibt es …

Große Pläne für die Villa Francke

In der Potsdamer Gregor-Mendel-Straße gibt es viele wundervolle Villen mit sehr interessanten Geschichten. Dazu gehört auch die Villa, die sich die Holzhändlerfamilie Francke 1873/74 bauen lies. Entworfen wurde sie vom Architekten Reinhold Persius, ein prachtvolles Gebäude in einem großen Garten wie man es auf einem zeitgenössischen Gemälde sieht. REPRO: STADT POTSDAM 1909 bis 1912 wurde die Sommerresidenz durch Architekt Peter Behrens umgestaltet und erweitert – unter anderem um einen Tennisplatz und ein Fahrzeughaus. Das war auch notwendig, denn die Franckes sollen eines der ersten Automobile Potsdams besessen haben, noch vor dem Kaiser. So jedenfalls erzählt man es sich in der Familie, berichtet Köppel. Die Familie sei auch während der DDR-Zeit nicht enteignet worden, weil der damalige Besitzer in Namibia wohnte und einen britischen Pass besaß. Auch deshalb ist das Gebäude wohl noch so gut erhalten, wie die hochwertige Ausstattung mit Marmorkaminen und Säulen, Stuckdecken.     Die Villa und das rund 15000 Quadratmeter große Grundstück wurden im Frühjahr 2018 von Nachfahren der Familie Francke verkauft und bereits Anfang 2019 stellte der neue Eigentümer Matthias Köppel erste …

„Constrast“ in der Villa Francke

Am Sonntag konnte ich mir die Ausstellung „Contrast“ in der Villa Francke ansehen, die von vier Künstlern aus Potsdam, Athen und Zabrze bespielt wurde. Neben Bildern von Justine Otto, sind Arbeiten der jungen Athenerin Dimitra Bouritsa und des in Potsdam beheimatete Künstlerpaar Nadine Conrad und Allan Paul zu sehen. Vom Stil her, sehr unterschiedlich, passen die Bilder perfekt in die Villa Francke. Jedem Künstler stand ein Raum zur Verfügung, im Foyer hängt jeweils ein Bild von Otto, Bouritsa, Conrad und Paul. Hier ein paar fotografische Eindrücke vom Sonntag. Mir hat das Event gut gefallen. Falls Ihr es verpasst habt, dann möchte ich das Art Camp am nächsten Wochenende empfehlen (Beitrag folgt). Natürlich habe ich die Gelegenheit genutzt mir die Location anzusehen, auch dazu gibt es bald mehr Informationen, zum Beispiel über die Pläne des neuen  Eigentümers dort einen tollen Kunstort zu etablieren. Also schaut morgen einfach wieder auf den Blog !

Im Barberini gibt es ein Wiedersehen mit den Gemälden von Artemisia Gentileschi

Nach dem großen Publikumserfolg mit der Ausstellung zum Spätwerk Pablo Picassos startet im Potsdamer Museum Barberini «Wege des Barock». «Es war seit unserer Gründung im Jahr 2017 unser Wunsch, mit der Sammlung unserer Namensschwester in Rom eine Ausstellung zu realisieren», sagte Museumsdirektorin Ortrud Westheider am Donnerstag bei der Vorstellung der Ausstellung, die am Samstag für das Publikum eröffnet wird. Mittelpunkt steht Caravaggios, in den Jahren 1597-1599 entstandenes Werk, «Narziss».  Zu den Leihgaben aus Rom steuert die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten zwei von Friedrich dem Großen erworbene Werke von Artemisia Gentileschi (1593-1653) bei, die sich seit 1769 im Neuen Palais im Park Sanssouci befinden. Die beiden Gemälde sind schon seit langer Zeit nicht mehr für das Publikum zugänglich, da der Tanzsaal wegen Einsturzgefahr gesperrt ist und wahrscheinlich erst 2030 dem Publikum zugänglich gemacht werden kann. Man könnte sich nun fragen, warum die Bilder nicht abgehängt wurden, aber dahinter verbirgt sich eine Geschichte. Friedrich der Große kaufte italienische Kunst für sein Neues Palais, mit dem er nach dem Siebenjährigen Krieg seine Stärke und seine finanzielle Potenz demonstrieren wollte. …

Wandeln in der Bilder – Galerie des Königs

Im Winter habe ich durch die Fenster der Bildergalerie geschaut und mich gewundert warum hier geschlossen ist. So ein Gebäude und niemand kann hinein. Aber wer weiß, dachte ich dann immer, vielleicht steckt garnicht so viel dahinter. Was für ein Irrtum. Hinter der sonnengelben Fassade verbirgt sich eine wunderbare Sammlung von alten Gemälden, präsentiert in einem riesigen Saal, der beim Betreten wie Gold schimmert. Das lag sicher auch an dem tollen Wetter, denn die großen Fenster ließen trotz der Gardinen viel Helligkeit hinein. Genauso wollte es Friedrich II., Potsdam und Sanssouci waren sein Leben und seine Bühne. Schlösser und Gärten so angelegt, dass er sie jederzeit benutzen konnte. So auch die Galerie, die er täglich besuchte und in der er sich, wie man den Unterlagen entnahm, mindestens eine Stunde zum Betrachten der Bilder aufhielt. Vielleicht wollt Ihr mehr über diesen Ort erfahren, dann lest einfach weiter. Und schaut Euch meine Fotos an, die ein wenig von dem Zauber zeigen. Inhalt und Geschichte der Sammlung Die Bildergalerie wurde unter Friedrich II. (dem Großen) in den Jahren 1755–1764 erbaut und …

fontane.200 – Brandenburg – Bilder und Geschichten

Endlich hat auch Potsdam „ihre“ Fontane-Ausstellung. Am 6. Juni 2019 eröffnete „Bilder und Geschichten“ im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte mit über 300 Ausstellungsstücken, die Einblicke in die Arbeitsweise des Autors geben. Inhaltlich liegt der Schwerpunkt auf den „Wanderungen“, an denen Fontane bis zu seinem Tode arbeitete. Handschrift, Zeitungspapier; 19,00 cm x 35,00 cm © Stiftung Stadtmuseum Berlin Die Ausstellung folgt dem Entdeckungsreisenden Fontane so wie der Leser ihm in seinen Büchern folgt: Wie bereitete Fontane sich auf seine Fahrten vor, wie reiste er (nämlich selten zu Fuß)? Wer waren seine Informanten und Begleiter, was hat er gesehen und gelesen, und mit wem hat er gesprochen? Die Schau gibt einen Einblick in Fontanes Schreibwerkstatt und zeigt ihn dabei, wie er das vorgefundene Material sammelt, es in seinen Texten effektvoll arrangiert und über fast vier Jahrzehnte immer wieder bearbeitet. Hier ein Blick auf ein paar Schreibutensilien Fontanes. Vielleicht fuhr Fontane mit so einer Kutsche ? Fontane war zu seiner Zeit als Journalist und Autor der Wanderungen bekannt. Die Ausstellung ist interaktiv und so kann man am Bildschirmen …