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Jedermann – ein “moderner“ Klassiker in der Nikolaikiche

Zum zweiten Mal war die Nikolaikirche Bühne für Hugo von Hoffmannsthal Klassiker um das Sterben des reichen Jedermann, der niemanden findet, der ihn auf dem Weg zu seinem Schöpfer begleitet. Er muss erfahren, dass er mit seinem Geld keine Freunde kaufen konnte. Die Inszenierung von Christian A.Schell und Nicolai Tegeler, der auch als Geselle auf der Bühne steht, ist überraschend aktuell. Es geht ums Geld, um Besitz, welche Verantwortung der einzelne hat und wie mitleidslos die Gesellschaft sein kann. Wie der reiche Jedermann, gespielt von Timothy Peach. Überzeugend stellt er einen Mann dar, der erst im Angesicht des Todes geläutert wird.   Auch die anderen Rollen sind prominent besetzt, es fällt schwer jemanden herauszuheben, ich versuche es trotzdem. Neben Peach und Tegeler, haben mich Dorit Gäbler, Max Schnauzer und Ralph Morgenstern begeistert. Ihre Bühnenpräsenz ist enorm. Perfekt sind auch die Videoprojektionen, die die Inszenierung unterstützen. Ich weiß natürlich, dass die Rolle der Buhlschaft oft sehr prominent besetzt ist. Hier ist es Natalie O‘Hara, die eine warmherzige Geliebte ist. Man hofft, dass sie Jedermann nicht verläßt. …

Der Wiederaufbau der „Transparenten Weltkugel“

Ich hatte bereits über den Wiederaufbau der Metallskulptur im Juli neben dem Marktcenter berichtet. Wie angekündigt war der Aufbau im August fertig gestellt und das Kunstwerk aus DDR ist nun wieder vollständig zugänglich. Es fügt sich auf dem neuen Platz gut in die Sichtachsen zum Dampfmaschinen-Haus/Moschee ein. Auch der Neubau im Hintergrund passt gut. Ob man das so gedacht bzw. erwartet hatte, kann ich nicht sagen. Vielleicht ist es eher ein Zufall 🙂 Hier einmal meine kleine Galerie beginnend mit dem 21. Juli 2019. Anfang August kann man schon deutliche Fortschritte sehen. Am 25. August 2019 sah es dann so aus. Übrigens sieht man die Kugel von der Straße nicht so gut, da ein großes Blumenbeet angelegt wurde. Deshalb ist die „Moschee“ meine Empfehlung, wenn man die Kugel sucht. Ich wünsche Euch viel Spaß beim Fotografieren.

Artcamp 3 – 18 Künstler stellen in Potsdam aus

Es ist wieder einmal so weit! Das Artcamp Potsdam zieht zum 3. Mal auf das Gelände der Villa Francke. Initiiert wurde das Artcamp von dem Potsdamer Künstlerpaar Allan Paul und Nadine Conrad vom „Projekt Panama“. Die beiden haben eine Ausstellung mit Positionen der regionalen Kunstszene, sowie Künstler aus Berlin, Russland und Norwegen zusammengestellt. 18 Künstler bespielen den Garten und die Remise mit Malerei, Installation und Skulptur. Ich hatte die Gelegenheit den Ausstellungsort zu besuchen. Da war das ganze sozusagen „Work in Progress“, ob es dann zur Eröffnung am Freitag wo aussehen wird, davon solltet Ihr Euch selbst überzeugen.   Die Künstlerin Nora Fritz wird uns mit Ihrem Team von Artchurch mit performativem Erleben überraschen und für das leibliche Wohl sorgen. Es wird eine Installation von Lars Kaiser der Agentur Kunsttick mit dem Namen „Invest in Rest“ geben, wo wir alles nicht Gewollte los lassen können. Am Freitag zur Vernissage gibt es noch ein ganz besonderes Highlight, die Künstlerin  „Zustra“ aus Berlin spielt Indie-Pop mal minimalistisch-leise dann laut und heroisch. https://www.facebook.com/ZUSTRA.music/ Hier die Informationen zu Ort und Zeit. ArtCamp Potsdam 3 Im ehemaligen Chauffeurshaus der Villa Francke Gregor-Mendel-Straße 23, 14469 Potsdam Eröffnung: Freitag 09.08. 18-23 Uhr Samstag 10.08 12-20 Uhr Sonntag 11.08 12-20 Uhr Ansprechpartner: Nadine Conrad / Tel.: 01638073033 Das Artcamp Potsdam bedankt sich für die freundliche Unterstützung der Investitionsbank des Landes Brandenburg.