Alle Artikel in: Kultur

Das Museumshaus „Im Güldenen Arm“

Das Museumshaus „Im Güldenen Arm“ ist das älteste original restaurierte Haus der zweiten Potsdamer Stadterweiterung. Obwohl es im Stadtzentrum liegt, in einer Querstraße der Brandenburger Straße, scheint das Museumshaus etwas in Vergessenheit geraten zu sein. Zu Unrecht, denn das Haus besteht aus Fachwerk und ist damit das Einzige, das in dieser Bauart in Potsdam erhalten geblieben ist. Besonders auffällig ist die Eingangstür.

An den Mond – auf den Mond –  und darüber hinaus

Anläßlich des 50. Jahrestages der Mondlandung gibt es im Kunsthaus „Sans Titre“ eine kleine, aber feine Ausstellung bei der der Mond als Projektionsfläche im Mittelpunkt steht. Die Galeristin und Kuratorin Angelika Euchner und Gitta Heil präsentieren mehr als 20 Künstler, die sich der Thematik von verschiedensten Standpunkten nähern. So gibt es Fotos von der Landung der Kapsel in der Ostsee oder eine zukünftige Kolonie auf fremden Planeten. Die sieht ein wenig aus wie ein Präriehaus in den USA. Im Rahmen der Ausstellung werden auch zwei Vorträge gehalten: „Wernher von Braun, von Peenemünde zur NASA“ von Günther Rüdiger vom Astrophysikalisches Institut Potsdam am 18. Oktober, 19 Uhr sowie „Schwarze Löcher auf Kollisionskurs “ von Jan Steinhoff, MPI für Gravitationsphysik Golm am 7. November, um 19 Uhr. Ich habe mir die Ausstellung vor dem Vortrag von Prof. Dr. Günther Rüdiger (hier zusehen) angeschaut. Er steht vor einem der Dioramen von Christine Niehoff. Christine Niehoff ausmalt sich aus, wie eine Besiedlung des Mars aussehen könnte. In Öl gefasste weite Landschaften, die an amerikanische Wüsten erinnern, darin unter einer …

Jedermann – ein “moderner“ Klassiker in der Nikolaikiche

Zum zweiten Mal war die Nikolaikirche Bühne für Hugo von Hoffmannsthal Klassiker um das Sterben des reichen Jedermann, der niemanden findet, der ihn auf dem Weg zu seinem Schöpfer begleitet. Er muss erfahren, dass er mit seinem Geld keine Freunde kaufen konnte. Die Inszenierung von Christian A.Schell und Nicolai Tegeler, der auch als Geselle auf der Bühne steht, ist überraschend aktuell. Es geht ums Geld, um Besitz, welche Verantwortung der einzelne hat und wie mitleidslos die Gesellschaft sein kann. Wie der reiche Jedermann, gespielt von Timothy Peach. Überzeugend stellt er einen Mann dar, der erst im Angesicht des Todes geläutert wird.   Auch die anderen Rollen sind prominent besetzt, es fällt schwer jemanden herauszuheben, ich versuche es trotzdem. Neben Peach und Tegeler, haben mich Dorit Gäbler, Max Schnauzer und Ralph Morgenstern begeistert. Ihre Bühnenpräsenz ist enorm. Perfekt sind auch die Videoprojektionen, die die Inszenierung unterstützen. Ich weiß natürlich, dass die Rolle der Buhlschaft oft sehr prominent besetzt ist. Hier ist es Natalie O‘Hara, die eine warmherzige Geliebte ist. Man hofft, dass sie Jedermann nicht verläßt. …

„Soko Potsdam“ – Bericht von den Dreharbeiten in Potsdam

Die Fans der Serie können sich auf 10 neue Folgen der Serie freuen, die bis Ende Juli 2019 in Potsdam gedreht werden. Wie in der ersten Staffel spielen Caroline Erikson und Katrin Jaehne die Ermittlerinnen Luna und Sophie. Sie stehen im Mittelpunkt der Serie, gemeinsam mit dem Team aus der ersten Staffel. Verschiedene Regisseure sind verantwortlich für die einzelnen Blöcke, zum Beispiel Felix Ahrens, der die ersten vier Folgen gedreht hat. Ich konnte an einem Drehtag in der Gutenbergstraße dabei sein. Sehr interessant. In den Drehpausen und Proben konnte man fotografieren, natürlich ganz leise. Ich habe deshalb mein Handy benutzt und versucht die Atmosphäre einzufangen. Dreharbeiten in der Gutenbergstraße Ermittler Christoph Westerman (Hendrik von Bültzingslöwen) wurde in der Nacht angeschossen. „Schon krass“, sagt er „dann bist du einfach nicht mehr da.“ . Katrin Jaehne und Omar El-Saeidi beim Dreh zur Soko Potsdam. Auch Sophie hat Probleme, nur soviel es wird dramatisch. „Alles wird auf den Kopf gedreht. Es ist vorbei mit heile Welt“, sagt Katrin Jaehne. . Fototermin mit dem Team der Soko Potsdam und …

Jedermann – zurück in Potsdam und der Nikolaikirche

Seit 2018 hat Potsdam eine neue Attraktion – die „Jedermann“ – Aufführung in der Nikolaikirche. Es gibt es wohl kaum einen prominenteren Ort als die Kirche auf dem Alten Markt. Die Idee dazu hatten Nicolai Tegeler und Christian A. Schnell (Volksbühne Michendorf), die auch als verantwortlich für die künstlerische Leitung sind. Geplant ist ein jedes Jahr wiederkehrendes Jedermann – Theaterfestival. Hugo von Hofmannsthals Klassiker „Jedermann“ in die Potsdamer Nikolaikirche Der reiche Jedermann sieht sich unerwartet mit dem Tod konfrontiert, der ihn vor seinen Schöpfer führen will. Niemand will ihn ins Grab begleiten. Erst der Auftritt seiner Werke und des Glaubens bringen ihn dazu, sich zum Christentum zu bekennen und als reuiger Bekehrter ins Grab zu steigen. Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes wurde am 1. Dezember 1911 im Berliner Zirkus Schumann unter der Regie von Max Reinhardt uraufgeführt. Die Nikolaikirche in Potsdam ist ein eindrucksvoller Ort für die Aufführungen. So wird auf dem Altar der St. Nikolaikirche wird eine Videoinstallation zu sehen sein. Musikalisch begleitet werden die Schauspieler auch in diesem Jahr wieder von dem …

Besuch im Industriemuseum Brandenburg

In meiner Reihe über Museen möchte ich heute das Industriemuseum meiner Heimatstadt Brandenburg an der Havel vorstellen. Das frühere Stahl-und Walzwerk war zu DDR einer der größten Arbeitgeber der Stadt und auch deshalb bekannt, weil Manfred Krug dort gearbeitet hat. Heute ist es ein Industriedenkmal, in den man sich frei bewegen kann. Es gibt Stiegen, Leitern und Arbeitsbrücken – fast alles zugänglich, wenn man keine Höhenangst hat 🙂

Der Wiederaufbau der „Transparenten Weltkugel“

Ich hatte bereits über den Wiederaufbau der Metallskulptur im Juli neben dem Marktcenter berichtet. Wie angekündigt war der Aufbau im August fertig gestellt und das Kunstwerk aus DDR ist nun wieder vollständig zugänglich. Es fügt sich auf dem neuen Platz gut in die Sichtachsen zum Dampfmaschinen-Haus/Moschee ein. Auch der Neubau im Hintergrund passt gut. Ob man das so gedacht bzw. erwartet hatte, kann ich nicht sagen. Vielleicht ist es eher ein Zufall 🙂 Hier einmal meine kleine Galerie beginnend mit dem 21. Juli 2019. Anfang August kann man schon deutliche Fortschritte sehen. Am 25. August 2019 sah es dann so aus. Übrigens sieht man die Kugel von der Straße nicht so gut, da ein großes Blumenbeet angelegt wurde. Deshalb ist die „Moschee“ meine Empfehlung, wenn man die Kugel sucht. Ich wünsche Euch viel Spaß beim Fotografieren.

Frenkel

Ausstellung-Tipp: Potsdam unter dem Roten Stern 1945 – 1994

Potsdam unter dem Roten Stern – Hinterlassenschaften der sowjetischen Besatzungsmacht 1945 bis 1994 In diesem Jahr gibt es ein Jubiläum, das eng mit der friedlichen Revolution 1989 verbunden ist – den Abzug der sowjetischen bzw. russischen Truppen aus Potsdam im Jahr 1994. Das ist inzwischen 25 Jahre her und der Anlass für diese Ausstellung, womit das Potsdam Museum eine Forschungslücke in den Blick rückt. Denn immerhin dauerte die Anwesenheit der Armee in der Stadt 50 Jahre, aber über deren Gliederungen und die räumliche Verteilung auf dem Stadtgebiet ist bis heute nur wenig bekannt. 25 Jahre nach dem Abzug der Truppen aus Potsdam präsentiert das Potsdam Museum erstmals eine Auswahl aus den mehr als 1.500 in den Kasernen geborgenen Fundstücken. Diese Fundstücke zeigen eine andere Seite der „Besatzer“, Dinge, die in der Öffentlichkeit nicht bekannt wurden (werden sollten ?). Es ist ein Wunder, dass man diese Dinge retten konnte, sie nicht im Strudel der Zeitenwende verschwunden sind. Während der Führung war die Begeisterung der Ausstellungsmacher zu spüren, die zu vielen Ausstellungsstücken eine Geschichte erzählen können. Mir …

Blick auf das Museum Barberini

In kurzer Zeit ist das Museum Barberini zum bekanntesten Kunstmuseum Potsdams geworden. Ich bin sicher, dass es im Vorfeld viele Diskussionen gab, aber das Ergebnis ist wirklich gelungen. Und es wird vom Publikum angenommen. Kurze Geschichte des Bauwerkes Das Palais Barberini war ein unter dem preußischen König Friedrich II. nach Entwürfen Carl von Gontards 1771 bis 1772 errichtetes klassizistisch-barockes Bürgerhaus in der Humboldtstraße 5/6 in Potsdam. Seine Hauptfassade ist zum Alten Markt mit dem Potsdamer Stadtschloss und der Nikolaikirche gerichtet. Seinen Namen erhielt das Gebäude nach dem vom König zum Vorbild bestimmten Palazzo Barberini in Rom. Die Potsdamer Nachschöpfung der italienischen Vorlage bildete den monumentalen südöstlichen Abschluss des Alten Marktes und gehörte zusammen mit dem ebenfalls von Gontard entworfenen benachbarten Noackschen Haus Humboldtstraße 4 zu den letzten unter Friedrich II. entstandenen Bauten rund um die Platzanlage. Blick aus dem Museum auf den Alten Markt (Sommer 2017) Blick in den Innenhof Mehr Fotos gibt es hier Das Museum Auf der Seite von Potsdam Tourismus steht folgende Kurzbeschreibung: Mit dem Museum Barberini, getragen von der Hasso Plattner Förderstiftung, gibt es …