Alle Artikel in: Sehenswürdigkeiten

Gerhard Richter Ausstellung im Barberini Museum

Über 90 Bilder haben Direktorin Ortrud Westheider und Kurator Dietmar Elger, Leiter des Gerhard Richter Archivs der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, aus weltweiten Privatsammlungen und Museen zusammengeholt. Die Ausstellung kann man noch bis zum 21.10. 2018 besichtigen. Es ist eine interessante Ausstellung, vor allem weil man fast alle Schaffensperioden des Malers verfolgen kann. Im Museum ist es erlaubt zu fotografieren, ich mache davon nur selten Gebrauch, auch diesmal nicht. Ins Auge gefallen ist mir aber eine Glasinstallation, die Mitten im Raum steht. Die Reflexionen und Bezüge nach außen sind wirklich interessant. Wahrscheinlich muss man noch einmal am Abend hingehen und sehen welche Wirkungen die Dunkelheit hat. Die Ausstellung ist nicht mehr lange zu sehen, ich weiß nichtgenau, ob es eine Verlängerung gibt. Am Besten auf der Webseite des Museums nachsehen. Museum Barberini Potsdam, Humboldtstr. 5–6, bis 21. 10. , Mo und Mi–So 10–19 Uhr, jeden ersten Do 10–21 Uhr, Katalog (Prestel): 29,95 Euro

„Umkämpfte Wege der Moderne. Wilhelm Schmid und die Novembergruppe“ im Potsdam Museum

Das Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte veranstaltet von Ende September 2018 bis Juni 2019 eine zweiteilige Ausstellungsreihe „Umkämpfte Wege der Moderne“, die ihren Schwerpunkt auf Kunst, Kultur und Gesellschaft legt und für den Zeitraum von 1918 bis 1945 künstlerische Phänomene und historische Entwicklungen nachzeichnen wird. Die Sonderausstellung „Wilhelm Schmid und die Novembergruppe“ widmet sich anlässlich des 100-jährigen Gründungsjubiläums der Novembergruppe, der wohl prominentesten Künstlergemeinschaft der Weimarer Republik und einem ihrer Hauptakteure, dem Kosmopoliten, Maler, Architekten und Potsdamer Wahlbürger Wilhelm Schmid (1892–1971). Mit dem Fokus auf ihre Ursachen, Wirkung und Folgen werden die künstlerischen und gesellschaftlichen Umbrüche nach 1918 ergründet, kritisch befragt und in einer zeitgemäßen, multimedialen und publikumsorientierter Form präsentiert. Einige der künstlerischen Vorkämpfer nahmen die Revolution 1918/1919 zum Anlass, sich zur „Novembergruppe“ zu vereinen. Diese selbsternannten „Revolutionäre des Geistes“ brachen radikal mit den alten Formen in der Kunst. Wilhelm Schmid zog noch vor dem Ersten Weltkrieg aus der Schweiz in das pulsierende Berlin, lernte dann in Potsdam 1914 seine zukünftige Ehefrau Maria kennen und fand hier während der Weimarer Republik seinen …

Der Ruinenberg mit dem Normannischen Turm

Geschichtlicher Hintergrund Heute möchte ich Euch auf den Ruinenberg mit dem Normannischen Turm entführen. Hier stehen nicht bloß die Säulen und Giebelreste eines griechischen Tempels, sondern auch ein von den Jahrtausenden schwer beschädigter Monopteros (ein Rundtempel oder Ziergebäude mit Säulen) sowie die Wand eines antiken Theaters. Friedrich der Große, hat es 1748 in Sichtweite seines Schlosses anlegen lassen, die Anlage auch als Wasserreservoir. Natürlich sind diese Ruinen nicht „echt“. Zu Zeiten Friedrich des Großen gehörte es zum guten Ton, antike Anlagen zu haben und diese entstanden auf dem sogenannten Ruinenberg. Der wurde später sogar noch erweitert. 1845 wurde den „römischen Ruinen“ ein mittelalterlich anmutender Bau mit Aussichtsplattform zur Seite gestellt; der so genannte Normannische Turm. Damals war Friedrich Wilhelms IV. der Herrscher und er gab Peter Joseph Lenné den Auftrag das Gelände des Ruinenbergs gartenkünstlerisch zu gestalten, um Schloss Sanssouci ein würdiges „Gegenüber“ zu bieten. Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der Normannische Turm stark beschädigt und war nun eine echte Ruine. zudem wurde das Areal zwischen 1957 und 1971 von der sowjetischen Armee als militärisches Übungsgelände genutzt. Erst nach der Wende …

Zur Zeit geschlossen: Besuch im Hofcafé Madame Récamier

Heute möchte ich ein kleines Café vorstellen, das ich im Sommer besucht habe, das Hofcafé Madame Récamier. Es liegt gegenüber dem Rathaus, etwas versteckt, im Hinterhof. Untergebracht in einem alten Fachwerkbau, wurde es 2017 eröffnet. Es ist im Biedermeier-Stil eingerichtet, großen Kronenleuchter und Wandlampen verbreiten ein warmes Licht. Als Dekoration dienen alte goldgerahmte Spiegel, kleine silberne Tabletts, Porzellanfiguren und Kerzenhalter. Benannt wurde es nach der einflussreichen Pariser Saloniére Juliette Récamier (1777-1849), die ihrer Zeit als eine der schönsten Frauen der Welt galt. Man kann sich selbst ein Bild machen, denn im Café liegt diese Postkarte aus. (Der Webseite des Café entnommen) Natürlich nützt die schönste Ausstattung nichts, wenn das Angebot an Speisen und Getränken nicht stimmt. Zum Glück passt hier alles zusammen. Auf der Karte stehen Torten, Eis und andere Süßspeisen. Daneben kann man eine Tagessuppe, Quiche, Käseteller mit Weintrauben, Walnüssen und Feigensenf oder feine Salate mit Ziegenkäse oder Lachs bestellen. Ich habe einen Salat bestellt, der sehr gut geschmeckt hat. Der Preis ist  sicher etwas höher, war aber beim Salat gerechtfertigt. Und von Montag …

Das Jan Bouman Museum in Potsdam

Die Meldung in der MAZ im August 2018  (Das Museum im Jan-Bouman-Haus hat mit der Historikern Susanne Marok (42) erstmals seit seiner Eröffnung vor gut 20 Jahren eine hauptberufliche Leiterin. Hans Göbel (66), der Potsdams ältestes Privatmuseum als Vorsitzender des Fördervereins zur Pflege niederländischer Kultur in Potsdam bisher ehrenamtlich führte, bezeichnet die Personalie als „riesigen Meilenstein“. Die halbe Stelle ist Bestandteil einer Vereinbarung der Stadt und des Vereins, nach der der Betrieb des Jan-Bouman-Hauses in diesem Jahr erstmals mit 70 000 Euro gefördert wird.) ist Anlass für die Wiederveröffentlichung eines Beitrages von meinem Blog „Ein zweiter Blick“. Ich habe ihn ein wenig umgeschrieben und die Fotos neu bearbeitet. Sie stammen aus dem Jahr 2014. Besuch des Jan Bouman Hauses in Potsdam  Wenn man durch das Holländische Viertel in Potsdam schlendert, sollte man sich Zeit für das Jan Bouman Haus nehmen, das leider noch oft übersehen wird. Dabei ist das Haus das erste städtische, für Immigranten gebaute Siedlungshaus des 18. Jahrhunderts. Es trägt den Namen des niederländischen Baumeisters Jan Bouman (1706 – 1776), unter dessen Leitung nicht …

„Garage du Pont“ – Restaurant an der Glienicker Brücke

Auf meiner Wochenend-Erkundungstour habe ich einen schöne Ort entdeckt, den ich Euch gern vorstellen möchte. „Garage du Pont“ – Garage an der Brücke, in diesem Fall ist es die Glienicker Brücke, auf der Ost- bzw Potsdamer Seite, auf der sich dieses Restaurant befindet. Es ist ein wirklich liebevoll hergerichtetes Gebäude mit Atmosphäre, dessen Geschichte man auch auf der Webseite lesen kann. Bundesweit gehört sie heute zu den letzten noch erhaltenen Tankstellen aus den 30ern Jahren. Der derzeitige Eigentümer hat sie 2010 gekauft und mit Hilfe der Denkmalpflege saniert. Einen Hinweis auf einen andere Besonderheit gibt ein Oldtimer, der vor der „Garage du Pont“ steht. Hier gibt es nämlich ein Oldtimer-Museum, das natürlich Sonntag morgen nicht geöffnet war. Aber die Beschreibung hört sich toll an. „Auf einer Ausstellungsfläche vonrund 120 qm werden seltene Exponate der Automobilgeschichte präsentiert. Einen Schwerpunkt bilden französische Exponate. Die Oldtimer-Ausstellung ist das Highlight für Liebhaber alter Autos. Regelmäßig finden hier zudem wechselnde Ausstellungen und Events statt.“ (Pressemitteilung) Die schicken Autos stehen natürlich im Museum, aber der Oldtimer auf der Straße ist doch auch …