Alle Artikel in: Sehenswürdigkeiten

Hier findet man Italien in Potsdam

Heute möchte ich Euch nach Potsdam und Italien entführen. Ihr denkt, wie soll das gehen? Eigentlich ganz einfach, denn 2019 steht das touristische Leben der Stadt unter dem Motto „Italien in Potsdam“. Darüber möchte ich heute schreiben, denn so einfach wie hier kann man Italien nicht oft erleben. Potsdam ist die Hauptstadt des Landes Brandenburg und liegt etwa 50 Kilometer westlich von Berlin. Viele kennen das Schloss Sanssouci, aber es gibt noch viele andere Bauten aus den unterschiedlichsten Epochen. Italien in Potsdam Friedrich Wilhelm IV. (1795 – 1861) ging als „Romantiker auf dem Thron“ in die preußische Geschichte ein. Besonders Potsdam hat von seiner Liebe zu Italien profitiert, denn er lies hier die Bauwerke errichten, die der Stadt ein italienisches Flair geben. Besonders im Frühling und Sommer, da gibt es keinen schöneren Platz als die Gärten und Schlösser Potsdams. Diese wundervollen Orte möchte ich Euch heute genauer vorstellen. Viele Worte braucht man beim Anblick der Fotos nicht verlieren, also halte ich mich zurück und lasse die Bilder sprechen. SCHLOSS CHARLOTTENHOF In Potsdam schuf sich Kronprinz Friedrich …

Stadtskizzen – Führung in Potsdam

Städte wandeln und verändern sich. Mitunter geschehen diese Prozesse in rasantem Tempo und sind von spannungsvollen Fragen begleitet. Es entstehen neue Gebäude, Orte, Plätze – anderes verschwindet. Wenn man bedenkt, dass die eigene städtische Umgebung ein Ort ist, an dem man lebt, und mit dem man sich identifiziert, lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Im Rahmen eines Schülerprojektes mit dem gleichnamigen Titel gibt nun es eine Ausstellung im Potsdam Museum und am 18. Mai 2019 eine Architekturführung. Zwei Stunden lang kann man sich einige der Orte ansehen, die die Schüler gezeichnet haben. Führung vom Potsdam Museum bis zur Seerose Potsdam Ich habe an der ersten Führung teilgenommen und war wieder einmal von dem begeistert was man alles auf solchen Touren erfährt, auch in den Unterhaltungen mit anderen Teilnehmern. So wusste ich bisher nicht, dass im Flur des Potsdam Museum, Keramiken von Hedwig Bollhagen gibt. Und zwar sind die Säulen vor dem Wandgemälde von Werner Nerlich mit Mosaiken aus ihrer Werkstatt geschmückt, die tatsächlich ein paar Jahre weiß übermalt waren.  Unglaublich, oder. Wandbild von Werner Nerlich Die …

Potsdam als Stadt der Schlösser

Nachdem ich in der vergangenen Woche mit Bloggern unterwegs war, gab es ein großes Erstaunen darüber,  dass Potsdam so viele Schlösser und Parks hat. Ich denke immer, dass die Schlösser die Touristen in die Stadt bringt, aber da gibt es wohl noch Platz nach oben. Deshalb gibt es heute einen allgemeinen Beitrag über die Schlösser, auch weil ich mir vorgenommen habe, alle in diesem Jahr anzusehen. Und falls Ihr denkt, nichts leicht als das, dann lest weiter. Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) In über dreihundertjähriger Bautätigkeit entstanden durch die brandenburg-preußischen Herrscher Schlösser und Gartenanlagen von internationaler Bedeutung. 1990 wurden die Schlösser und Gärten in Potsdam, die auf Berliner Gebiet liegende Pfaueninsel sowie Schloss und Park Glienicke als Welterbestätte unter den Schutz der UNESCO gestellt. Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, kurz SPSG, ist für den Erhalt der betreffenden Schlösser verantwortlich. Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten betreut und verwaltet mit etwa 550 Angestellten rund 30 Museumsschlösser und andere Museen, 800 Hektar denkmalgeschützte Parkanlagen, 100.000 Einzelkunstwerke, 150 Denkmäler und 300 bauliche Anlagen. Einen Teil davon finden …

Potsdamer Fotospot – die Seerose

Ab sofort möchte ich hier ein paar interessante Fotospots in Potsdam vorstellen. Vielleicht sind sie bekannt, vielleicht aber auch in Vergessenheit geraten.  Als Neu-Potsdamerin sind sie eine Entdeckung für mich und die Begeisterung möchte ich einfach weitergeben. Teil 1 der Serie ist die „Seerose“, ein Bau der Ostmoderne (wie man heute sagt). Im Dehio heißt es sachlich: „Uferpavillon an der Neustädter Havelbucht. Betonschalenbau aus acht geschwungenen, sich zur Mitte verjüngenden Halbröhren mit verglasten Stirnwänden, D. Athing, U. Müther (Dachkonstruktion), 1983; ähnlich dem ehem. „Ahornblatt“ in Berlin (1970–73, Abriss 2000).“    Das Gebäude des Restaurants ist achtfach gefaltet leicht und fließend wie Stoff lässt es die schwere Masse wirken. Die Betonteile wurden vor Ort hergestellt, um eine Stabilität zu erreichen wurden diese auf 104 Betonpfeiler verteilt. Wegen der geplanten Nutzung als Restaurant blieb der Innenraum „frei“ und lies den Blick auf die Konstruktion zu. Im Laufe der Zeit haben die Eigentümer der Restaurants das Ganze verändert, ich habe ehrlich gesagt, vergessen mir das Restaurant anzusehen 🙁   Das oben erwähnte Ahornblatt in Berlin war eine  Institution und …

Wiederentdeckt – zwei Ausstellungen aus dem Jahr 1989

1989 – ein entscheidendes Jahr in der ostdeutschen Geschichte und damit natürlich auch für das neue Deutschland, das ein Jahr später ausgerufen wird. Die Ereignisse haben sich damals überschlagen, kam noch vorstellbar heute – 30 Jahre später. Unter dem Namen „Fundstücke aus Brandenburg“ wird im „Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte“ an zwei Ausstellungen aus dem Jahr 1989 erinnert, die fast vergessen waren. Ich habe mir die beiden Ausstellungen schon ansehen und war so beeindruckt, dass ich selbst noch einmal im Zeitungsarchiv nachgeschaut habe und tatsächlich etwas finden konnte. Die Ausstellungsmacher kennen die Sachen sicher, aber ich habe Kopien gemacht und gebe den Umschlag im HBPG ab. Hier zwei Beispiele. Leider habe ich nichts zu „Suchet der Stadt Bestes“ finden können. Suchet der Stadt Bestes – vom 10. September bis 8. Oktober 1989 in der Nikolaikirche Im Sommer 1989 wollten Potsdamer Bürger etwas gegen den Verfall der Stadt und beginnenden Abriß in der Altstadt tun. Noch vor der Wende war es ein Risiko diese Politik zu kritisieren und sie mit einer Ausstellung öffentlich machen. So war es …

Potsdams schönste Aussicht – das Belvedere auf dem Pfingstberg

Das Themenjahr der Stadt Potsdam ist 2019 “Italien in Potsdam” und einen großen Anteil am italienischen Flair hat das Belvedere auf dem Pfingstberg, das im März in die neue Saison gestartet ist. Ich möchte Euch heute zeigen, dass der Slogan “Potsdams schönste Aussicht” 100% stimmt. Mein persönliches Aha-Erlebnis in Potsdam Nach meinem Umzug nach Potsdam war der Pfingstberg neben der Friedenskirche die Entdeckung meiner neuen Heimatstadt. Und das obwohl ich aus Brandenburg stamme und in meiner Kindheit regelmäßig in Potsdam war. Aber nie hatte ich das Belvedere besucht, geschweige denn davon gehört. Heute weiß ich warum, denn zu DDR-Zeiten gab es dieses Schloß einfach nicht. Es tauchte nicht mehr in den Reiseführern auf, man versuchte es vergessen zu machen. Erfolglos, denn schon vor der Wende beschlossen junge Potsdamer das Ensemble zu retten und machen sich an den Wochenenden an die Arbeit. Was für ein verrückter Gedanke. Welches Wagnis zu DDR-Zeiten. Als ich davon zum ersten Mal gelesen hatte, bekam ich wirklich eine Gänsehaut. Ihr solltet Euch die Ausstellung zum Wiederaufbau unbedingt ansehen. Da gibt es tolle Fotos …