Berliner Vorstadt

Die Berliner Vorstadt gehörte bereits im 18. Jahrhundert zu Potsdam. Sie erstreckt sich links und rechts der Berliner Straße, eingefasst durch den Heiligen See und den Tiefen See. Die stadtseitige Begrenzung bildete das Berliner Tor, von dem aber nur noch ein Flügelbau steht. Die Berliner Vorstadt ist von Wasser eingebettet und von Stätten des Weltkulturerbes, den Park Babelsberg und den Park Neuer Garten umgeben. Das Bild der Berliner Vorstadt wird geprägt durch repräsentative Villen inmitten ausgedehnter Gärten, aber auch durch Ein- und Zweifamilienhäuser sowie vereinzelte Geschosswohnungsbauten aus dem beginnenden 20. Jahrhundert.

Wer wohnt hier und warum ?

2007

Berliner Vorstadt Prominente wie Günther Jauch, Wolfgang Joop und Nadja Auermann zieht es in die Seestraße, nicht ohne Grund. Ist dies doch die beste Lage im edelsten Viertel Potsdams, der Berliner Vorstadt. Der Haken: Sowohl in der Seestraße als auch in der ebenfalls erstklassigen Mangerstraße werden kaum Objekte zum Verkauf angeboten.

Ansonsten gilt in der Vorstadt: Je näher das Objekt am Heiliger See liegt, desto teurer ist es. So kostet eine Wohnung mit Seeblick 4000 Euro pro Quadratmeter. Für eine ruhige Villa mit 500 Quadratmetern Wohnfläche und 1500 Quadratmeter großem Garten zahlt der Käufer 1,5 Millionen Euro. Objekte am Wasser sind doppelt so teuer. Weitere gefragte Lagen sind die Helmholtz-, Ludwig- Richter-, Menzel- und Tizianstraße, die Schwanenallee sowie der hintere Teil der Rubensstraße. Weniger beliebt sind Objekte nahe der Berliner Straße – hier stören Autoverkehr und Straßenbahn.

2008

Wolfgang Joop, Günther Jauch, Nadja Auermann sind Nachbarn in der Seestraße, Georgia Tornow und Ulrich Meyer zog es in die Mangerstraße. Auch Springer-Chef Mathias Döpfner, Angelica Blechschmidt, Ex-Chefin der „Vogue“, und Ufa-Chef Wolf Bauer nennen in diesem Viertel eine Villa ihr Eigen, Döpfner läßt zur Zeit die Villa Schöningen an der Glienicker Brücke zu einem kulturellen Treffpunkt ausbauen. Man trifft sich zum Essen in der Villa Kellermann, dümpelt im Sommer auf dem Heiligen See und ist dank guter Verkehrsverbindungen schnell in Berlin. Tief in die eigene Tasche greifen müssen Immobilieninteressierte: Eine der raren Wohnungen mit Seeblick kostet bis 4000 Euro pro Quadratmeter. Ein saniertes Einfamilienhaus am Wasser auf der östlichen Seite der Halbinsel – nahe des neuen Kulturstandortes Schiffbauergasse – ist für 1,2 Millionen Euro zu haben. Eine Villa kostet um 1,6 Millionen Euro. Wer sogar auf der richtigen Straßenseite in der Seestraße wohnen will, muss noch eine Million Euro drauflegen.