Autor: kerstin

Kunsthistoriker Vogtherr wird Generaldirektor der Schlösserstiftung

Sanssouci, Neues Palais und Schloss Charlottenburg: Der neue Generaldirektor der Schlösserstiftung hat mit viel Geschichte zu tun. Doch seinen Blick wird er in die Zukunft richten müssen. Berlin (dpa) – Der Direktor der Hamburger Kunsthalle Christoph Martin Vogtherr wird neuer Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg. In nichtöffentlicher Sitzung habe der Stiftungsrat über die Personalie entschieden, teilte das Brandenburger Kulturministerium am Donnerstag mit. Die Stelle ist vakant, weil der bisherige Generaldirektor Hartmut Dorgerloh im Sommer zum Generalintendanten des Humboldt Forums Berlin berufen wurde. Er hatte das Amt 15 Jahre inne. Für seine Nachfolge gab es 30 Bewerber. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) erklärte, Vogtherr habe als Direktor der Hamburger Kunsthalle bewiesen, dass er mit wissenschaftlicher Forschung ebenso vertraut sei wie mit den Anforderungen an eine moderne besucherfreundliche Kultureinrichtung. Zudem habe er sich als Führungspersönlichkeit bewährt. Damit sei die Stiftung an ihrer Spitze für die Herausforderungen der Zukunft bestens aufgestellt, so Grütters. Vogtherr ist seit 2016 Direktor der Hamburger Kunsthalle, in der Kunst vom Mittelalter bis zur Gegenwart ausgestellt wird. Davor war der 53-Jährige fünf …

Schloß Cecilienhof – letzter Schlossbau der Hohenzollern

Der letzte Schloßbau der Hohenzollern und von Kaiser Wilhelm II. Schloss Cecilienhof, ein Gebäudeensemble im englischen Landhausstil, entstand in den Jahren 1913–1917 nach Plänen des Architekten Paul Schultze-Naumburg. Es liegt im nördlichen Teil des Neuen Gartens in Potsdam, unweit vom Ufer des Jungfernsees. Der letzte Schlossbau der Hohenzollern wurde unter Kaiser Wilhelm II. für seinen Sohn Kronprinz Wilhelm und dessen Gemahlin Cecilie errichtet. Der mit der Planung und Leitung beauftragte Architekt entwarf nach den Wünschen des Kronprinzenpaars ein Gebäude im Stil englischer Landsitze, inspiriert durch den Cottage-Stil. Backstein und Fachwerkelemente aus dunkler Eiche dominieren die Außenfassaden. Im August 1917 bezog Kronprinzessin Cecilie ihre bereits fertiggestellten Räume, in denen sie im September ihr sechstes Kind, Prinzessin Cecilie, zur Welt brachte. Am 1. Oktober 1917 war der Schlossneubau endgültig beendet. Nach der Abdankung des Kaisers 1918 erhielten Wilhelm und Cecilie das Schloss 1926 vom Staat als Privateigentum zurück. Bis zu seiner Flucht im Jahre 1945 bewohnte das Kronprinzenpaar Cecilienhof. Die Potsdamer Konferenz 1945 enteignete die sowjetische Besatzungsmacht die Familie Hohenzollern entschädigungslos. Im Ehrenhof befindet sich heute auf der Rasenfläche ein gut …

Neu: „Brandenburg“ von Ulrike Wiebrecht (Dumont Reisetaschenbuch)

Als Bloggerin und Fotografin bin ich viel in Potsdam und Brandenburg unterwegs, da hilft mir dieser Reiseführer sehr. Er erinnert mich an Orte, die ich kenne und früher besucht habe. Vor allem aber bekomme ich durch ihn neue Ideen, welche Orte ich unbedingt besuchen sollte. Wichtig sind mir auch die Hintergrundinformationen, die historische Einordnung usw. Brandenburg hat viele Schlösser und Burgen, da möchte ich wissen wer was und warum gebaut hat. Zu vielen Beiträgen gibt es eine Infobox und persönliche Tipps der Autorin. Was spricht für ein Buch? Man kann darin blättern, wenn man im Zug sitzt, lesen, wenn man Zeit hat. Man braucht kein Internet und keinen PC. Nachteile: die Aktualität. Aber wenn der Verlag regelmäßig neue Auflagen herumgibt, dann erledigt sich dieser Einwand auch. Ich halte die 5. Auflage von 2019 in den Händen. Aktueller geht es nicht. Zum Buch gehört eine separate Reisekarten. Der Dumont Verlag bietet Updates & aktuelle Extratipps der Autorin als Gratis-Download an. Preis: 17,99 Euro Erschienen im Dumont Verlag (Reise-Taschenbuch)   *Das Buch wurde mir vom Verlag zur …

Die Potsdamer Gedenkstätte Lindenstraße

Die Gedenkstätte Lindenstraße   Mitten im Potsdamer Stadtzentrum gelegen, findet man die Gedenkstätte Lindenstraße. Ich bin dort oft vorbeigegangen, bevor ich mich zu einer Besichtigung entschloß. Eigentlich hatte ich nur ein paar Ausstellungsräume vermutet, denn der Begriff Lindenstraße oder Lindenhotel sagte mir wirklich gar nichts. Eine schlimme Wissenslücke, wie ich nun weiß, weil man in ehemaligen Gerichts- und Hafthaus die Geschichte der unterschiedlichen Diktaturen und ihrer Opfer erforscht und dokumentiert. Auch die Überwindung der SED-Diktatur und der Einsatz für Freiheit und Menschenrechte werden hier gewürdigt. Wer nun viele Schautafeln und Bilder erwartet (auch die gibt es), wird überrascht. Das gesamte Gefängnis-Gelände ist erhalten und kann besichtigt werden. Das ist ein großer Glücksfall, denn nach der Wende wurde das Gebäude saniert und Zeitzeugnisse beseitigt.  2007 schließlich konnte der gesamte Zellentrakt und das Vorderhaus der Gedenkstätte zugeordnet werden. Seitdem gibt es aus verschiedenen Quellen Fördermittel, die Dauerausstellung konnte erstellt werden. So bietet sich dem Besucher der große Zellentrakt vom Keller bis unters Dach, Blicke in die Zellen, Audiostationen mit Schilderungen von Gefangenen (zum Teil sehr lang) und …

fontane200

2019 jährt sich Theodor Fontanes Geburtstag zum 200. Mal. Wie kein anderer Autor hat er die Identität Brandenburgs geprägt und über dessen Grenzen hinaus vermittelt. Zugleich hat er sich der Literaturgeschichte als bedeutendster deutscher Realist eingeschrieben. Neben den populären Romanen und den »Wanderungen« verfasste Fontane Reise- und Kriegsberichte, Reportagen, Literaturrezensionen, Kunst- und Theaterkritiken. Hier ein kleiner Überblick aus den Pressemitteilungen und Termine, die ich regelmäßig ergänzen werde, wenn das Jahr beginnt. fontane200 in der Stadt Potsdam fontane.200/Brandenburg – Bilder und Geschichten Die Sonderausstellung des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam folgt dem Reisenden Fontane auf seinen »Wanderungen durch die Mark Brandenburg« und lässt den Besucher dabei zusehen, wie aus unterschiedlichen Informationen Bilder und Geschichten entstehen. fontane.200 mit neuer Webseite online fontane.200 steht seit heute mit der neuen Webseite www.fontane-200.de als zentrale Informationsplattform für das Fontanejahr 2019 bereit. Bei der Pressekonferenz zum Launch schaltete die Staatsekretärin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg Frau Dr. Ulrike Gutheil die Webseite online. Das fontane.200/Büro informierte gemeinsam mit der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH über den …

Das Potsdam Museum am Alten Markt

Das Potsdam Museum Wer sich für die Geschichte der Stadt Potsdam interessiert, dem möchte ich das „Potsdam Museum“ empfehlen. Man findet es im Alten Rathaus auf dem Alten Markt, direkt gegenüber dem Barberini- und Landtagsneubau. Das denkmalgeschützte Bauensemble bildet mit seinem verglasten Haupteingang und dem modernen Innenausbau einen idealen Rahmen für ein attraktives Stadtmuseum. Nach umfangreichen Umbauten wurde das Haus am 22. September 2013 mit der ständigen Ausstellung „Potsdam, eine Stadt macht Geschichte“ eröffnet. Auf der Webseite des Museum werden über 500 Ausstellungsobjekte auf 800 Quadratmetern Ausstellungsfläche gesprochen, so sachlich das klingt, wenn man durch die Räume läuft wird man überrascht. So viel Potsdamer Geschichte auf einem Fleck, über alle Zeit-Epochen hinweg. Hinzu kommt die wirklich interessante und abwechslungsreiche Inszenierung. So ein Museum gefällt mir. Zum Glück kann ich als Potsdamerin das Museum jederzeit besuchen, denn eine Besichtigung reicht mir einfach nicht. Max Baur Inhaltlich konnte das Potsdam Museum mit seiner Ausstellung über Max Baur in diesem Jahr auch aus dem Schatten des Barberini heraustreten. Wie kein anderer Fotograf Potsdams steht der Name Max Baur (1898–1988) …

Gerhard Richter Ausstellung im Barberini Museum

Über 90 Bilder haben Direktorin Ortrud Westheider und Kurator Dietmar Elger, Leiter des Gerhard Richter Archivs der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, aus weltweiten Privatsammlungen und Museen zusammengeholt. Die Ausstellung kann man noch bis zum 21.10. 2018 besichtigen. Es ist eine interessante Ausstellung, vor allem weil man fast alle Schaffensperioden des Malers verfolgen kann. Im Museum ist es erlaubt zu fotografieren, ich mache davon nur selten Gebrauch, auch diesmal nicht. Ins Auge gefallen ist mir aber eine Glasinstallation, die Mitten im Raum steht. Die Reflexionen und Bezüge nach außen sind wirklich interessant. Wahrscheinlich muss man noch einmal am Abend hingehen und sehen welche Wirkungen die Dunkelheit hat. Die Ausstellung ist nicht mehr lange zu sehen, ich weiß nichtgenau, ob es eine Verlängerung gibt. Am Besten auf der Webseite des Museums nachsehen. Museum Barberini Potsdam, Humboldtstr. 5–6, bis 21. 10. , Mo und Mi–So 10–19 Uhr, jeden ersten Do 10–21 Uhr, Katalog (Prestel): 29,95 Euro

„Umkämpfte Wege der Moderne. Wilhelm Schmid und die Novembergruppe“ im Potsdam Museum

Das Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte veranstaltet von Ende September 2018 bis Juni 2019 eine zweiteilige Ausstellungsreihe „Umkämpfte Wege der Moderne“, die ihren Schwerpunkt auf Kunst, Kultur und Gesellschaft legt und für den Zeitraum von 1918 bis 1945 künstlerische Phänomene und historische Entwicklungen nachzeichnen wird. Die Sonderausstellung „Wilhelm Schmid und die Novembergruppe“ widmet sich anlässlich des 100-jährigen Gründungsjubiläums der Novembergruppe, der wohl prominentesten Künstlergemeinschaft der Weimarer Republik und einem ihrer Hauptakteure, dem Kosmopoliten, Maler, Architekten und Potsdamer Wahlbürger Wilhelm Schmid (1892–1971). Mit dem Fokus auf ihre Ursachen, Wirkung und Folgen werden die künstlerischen und gesellschaftlichen Umbrüche nach 1918 ergründet, kritisch befragt und in einer zeitgemäßen, multimedialen und publikumsorientierter Form präsentiert. Einige der künstlerischen Vorkämpfer nahmen die Revolution 1918/1919 zum Anlass, sich zur „Novembergruppe“ zu vereinen. Diese selbsternannten „Revolutionäre des Geistes“ brachen radikal mit den alten Formen in der Kunst. Wilhelm Schmid zog noch vor dem Ersten Weltkrieg aus der Schweiz in das pulsierende Berlin, lernte dann in Potsdam 1914 seine zukünftige Ehefrau Maria kennen und fand hier während der Weimarer Republik seinen …

SOKO Potsdam – die neue Vorabendserie

Nun auch eine SOKO Potsdam ! Aber warum Potsdam? Potsdam, das ist die kleine, hübsche Schwester von Berlin, die filmisch bisher weitgehend unentdeckt blieb. Hier ist alles ein bisschen entspannter und ein bisschen gesünder als in der Großstadt. Und als ehemalige Residenzstadt bietet Potsdam mit ihren einzigartigen Schloss- und Parkanlagen, den Flusslandschaften und der historischen Innenstadt eine phantastische Kulisse für einen Krimi. Aber auch die klassischen Krimischauplätze wie Industrieanlagen, Hinterhöfe oder Plattenbauten kommen hier nicht zu kurz. Mit diesem Widerspruch zwischen schönen Postkartenmotiven und menschlichen Abgründen und Lebenswirklichkeiten werden die beiden Kommissarinnen Luna und Sophie täglich konfrontiert. Sie sind die beiden Hauptfiguren der „SOKO Potsdam“. Aus ihrer Sicht werden die Krimigeschichten erzählt, wodurch die beiden Frauen mit ihren Persönlichkeiten auch mehr in den Mittelpunkt der Geschichten rücken. Luna handelt aus dem Bauch heraus, Sophie ist ein Kopfmensch. Die beiden kennen sich seit ihrer Kindheit, sind dicke Freundinnen, aber nicht immer einer Meinung, so dass es auch mal zwischen den beiden richtig knallt. Individualität und Vielfalt – Statement der Produzenten Lasse Scharpen und Gerda Müller Die SOKO-Reihe …