Kirchen, Stadtgeschichte
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Akademie der Künste diskutiert über die Potsdamer Garnisonkirche

Seit 2017 wird der Turm der Garnisonkirche in Potsdam unter der
Schirmherrschaft des Bundespräsidenten wieder aufgebaut, doch der öffentliche
Streit über dieses Bauvorhaben ebbt nicht ab. Das Gegenteil ist der Fall. Gerade
in der letzten Woche hat der Haushaltsausschuss des Bundestags einer weiteren
Mittelerhöhung zugestimmt. Die Fördersumme wird insgesamt über 20 Millionen
Euro betragen.
In einem offenen Brief unter dem Titel „Wiederaufbau Garnisonkirche Potsdam:
Bruch statt Kontinuität – Notwendig ist ein Lernort anstelle eines
Identifikationsorts“ haben im August dieses Jahres zahlreiche Persönlichkeiten
aus Kultur, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft grundlegende Änderungen
an dem Projekt eingefordert. Sie kritisieren eine fehlende Distanz zu den
rechtslastigen und militaristischen Traditionen des Ortes. In Folge des Briefes
wurde der Nachbau des Glockenspiels wegen seiner revisionistischen Widmungen
abgeschaltet, aber die Fragen nach der architektonischen Erscheinung, seiner
zukünftige Nutzung und nach der Trägerschaft des Projektes bleiben. Anlass für
die Sektion Baukunst der Akademie der Künste, die unterschiedlichen Positionen
auf einem gemeinsamen Podium zusammenzubringen.

Podiumsgespräch mit Thomas Albrecht, Architekt der Garnisonkirche Potsdam;
Wolfgang Huber, ehemaliger Bischof Berlin-Brandenburg; Saskia Hüneke,
Kunsthistorikerin; Detlef Karg, Landeskonservator Brandenburg a.D.; Philipp
Oswalt, Mitinitiator der Petition, und Hildegard Rugenstein, Pastorin. Das
Gespräch wird moderiert von der freien Journalistin Ellen Schweda.
Begrüßung: Matthias Sauerbruch, Architekt, Direktor der Sektion Baukunst der
Akademie der Künste
Einführung ins Thema von Wolfgang Huber und Philipp Oswalt

Wo findet die Diskussion statt ?
Akademie der Künste
Pariser Platz 4
10117 Berlin
19 Uhr, Eintritt € 6/4

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