Die Villa Schlieffen ist ein Schaudenkmal und hat eine besondere Geschichte.
Ich habe meinen Beitrag von 2025 überarbeitet. Hier ist er.

Die Villa Schlieffen
Wer am Rande des Pfingstberg-Areals steht, dem fällt ein Haus ins Auge, das aus der Zeit gefallen scheint. Hierbei handelt es sich um die Villa Schlieffen. Das Haus gehörte zum Weinberg-Ensemble und wurde nach 1945 Teil des „Militärstädtchens Nr. 7 “.
Das 16 Hektar große Gebiet wurde kurz nach dem Ende der Potsdamer Konferenz von der sowjetischen Armee besetzt, die eine 2 Meter hohe Mauer errichtete und 4 Wachtürme aufgestellte. Fast 40 Jahre lang wußte man nicht was sich hinter der Mauer „der verbotenen Stadt“ abspielte. Das gilt auch für die Villa Schlieffen.
Als das Gelände 1991 von den sowjetischen Militärs verlassen wurde, fand man Spuren der Besatzung, die bisher noch nicht geklärt wurden.
2022 berichtete die Märkische Allgemeine, dass Springer-Chef Mathias Döpfner von der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (SPSG) das Recht bekommen hat, für 40 Jahre die marode Villa kulturell zu nutzen. Das Konzept ist einzigartig, sie wurde eingefroren. So sieht man heute genau die Situation nach dem Verlassen der sowjetischen Armee.
Die Villa Schlieffen kann regelmäßig besichtigt werden, eine Anmeldung erfolgt über die Villa Schöningen.
Im Rahmen des Museumstages am 17. Mail finden Führungen in der Villa statt. Man kann dort auch Fotografieren, aber nicht alle Bereiche ist zugänglich. Grundsätzlich ist die Villa nicht barrierefrei und es gibt auch keine sanitären Einrichtungen. Unsere Mitarbeiter gaben gern Auskunft.
Die Fotos zeigen den Verfall der Villa in den nächsten Jahrzehnten, aber auch die baulichen Veränderungen durch die sowjetische Armee.
Die Entkernung war schwierig und natürlich musste man dabei Sicherheitsstandards einhalten. Auch deshalb sind nicht alle Räumlichkeiten zugänglich, trotzdem kommt man als Besucher einen guten Eindruck was hier und der Nachkriegszeit stattfand.


Man findet in dem „Museum“, die Hinterlassenschaften der sowjetischen Armee, aber auch Nutzungsspuren durch die hier stationierten Soldaten.




„Sportgeräte“

Parallel zum Blick in die Vergangenheit gibt es Kunstinstallationen wie die von Barbara Hammer. Anhand von Röntgenaufnahmen setzt sich die Künstlerin mit ihren Krebserkrankung auseinander, die zur Vergänglichkeit in dieser Umgebung passt.

Die hier gezeigten Fotos stammen von Dr. Bauers und mir. Benutzung nur nach vorheriger Absprache. Bitte respektieren Sie die Urheberrechte.
Fotos von Dr. Peter-Michael Bauers und Kerstin Zarbock !
