Info-Pfad – “Achtung Grenze” erinnert an die Zeit 1961 – 1989

Eine Empfehlung zu Corona-Zeiten ist der Info-Pfad, denn er ist ganzjährig zugänglich. Ein gemütlicher Spaziergang von der Glienicker Brücke (Station 1) bis zur Bertinistraße (Station 8) dauert ca. 60 Minuten und ist ca. 2 km lang. (Quelle https://zzf-potsdam.de. (Ich bin nur bis zur zweiten Stele mitgelaufen, kann also nichts zur Zeiteinschätzung sagen)

Der Weg startet in der Schwanenallee, von Potsdam aus mit der Tram 93 bis zur Endstation fahren. Von Berlin aus mit dem Bus.

Hier mein Bericht von der Eröffnung 2019.

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Der Bereich zwischen der Glienicker Brücke und Cecilienhof im Neuen Garten zählt zu den beliebtesten Ausflugszielen in Potsdam. Bisher erinnerte nur noch daran, dass hier die Grenze zwischen der DDR und West-Berlin verlief. Das ist  jetzt anders, denn ein Geschichtspfad mit acht Stelen informiert über das ehemalige DDR-Sperrgebiet.

Eröffnet wurde die Ausstellung mit dem Titel „Achtung Grenze. Das Sperrgebiet der DDR in Potsdam 1961-1989“ am 10. April 2019. Die acht 1,80 Meter hohen Stelen, zwischen der Glienicker Brücke bis zur Bertinistraße, informieren mit deutschen und englischen Kurz-Texten und historischen Bildern über die bis 1990 hier entlang verlaufene Grenze zwischen der DDR und Berlin (West).

„Von der Glienicker Brücke aus konnte man bisher den Grenzverlauf nur noch ahnen. Es gab kaum noch Spuren von der Teilung, nichts was an die Zeit zwischen 1945 und 1990 erinnerte. So entwickelten sieben Personen 2011 die Idee eines Info-Pfads“ so Frank Bösch, Direktor des ZZF Potsdam, in seiner Begrüßungsrede. „Der Erinnerungspfad informiert über den Aufbau und die Entwicklung der Sperranlagen, thematisiert das Leben im Grenzgebiet, die Umnutzung der Villen und die geglückten Fluchten an der alten Meierei über das Wasser nach West-Berlin“. Frank Bösch bedankte sich bei der der Stadt Potsdam, dem Land Brandenburg und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, für die Unterstützung und finanziellen Hilfe bei der Realisierung des Projektes.

Zur Eröffnung sprachen außerdem Ulrike Gutheil (Staatssekretärin im Brandenburger Kulturministerium) und Burkhard Exner (Bürgermeister und Beigeordneter für Finanzen, Investitionen und Controlling der Landeshauptstadt Potsdam).

Das Interesse an dem Geschichtspfad war groß und es entspannten sich schon am Eröffnungstag interessante Gespräche.

Anschließend gab es mit Florentine Schmidtmann einen geführten Rundgang entlang des Geschichtspfads. Sie hatte für das ZZF Potsdam die wissenschaftliche Recherche für das Projekt übernommen, mit vielen Zeitzeug*innen gesprochen, historische Fotos und Dokumenten aus Archiven wie dem Stadtarchiv gesichtet.

Ergänzende Informationen und eine interaktive Karte des Areals bietet die Website www.grenze- potsdam.de. Wer vor Ort auf Entdeckungstour gehen möchte, kann die kostenlose App „Die Berliner Mauer“ nutzen: Sie bietet eine Route mit 12 Stationen zwischen der Glienicker Brücke und der Bertinistraße und bettet die Geschichte dieses Grenzabschnitts in den historischen Kontext der deutschen Teilung ein.

 

 

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